KONSUMENT.AT - Notare: Keine Scheu vor dem Notar - Häufige Begriffe

Notare: Keine Scheu vor dem Notar

Erbschaft, Schenkung, Verlassenschaft, Testament

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Konsument 1/2009 veröffentlicht: 03.12.2008

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Häufig verwendete Begriffe und ihre Bedeutung

  • Notariatsakt: Die vom Notar für die Parteien hergestellte schriftliche Urkunde über ein Rechtsgeschäft oder eine Rechtserklärung, die durch die Mitwirkung des Notars mit der Kraft einer öffentlichen Urkunde ausgestattet wird. Der Notariatsakt bleibt in Verwahrung des Notars.
  • Gerichtskommissär: Das Gesetz verpflichtet den Notar, über Auftrag des Gerichts bestimmte Amtshandlungen vorzunehmen, insbesondere in Verlassenschaftssachen, Pflegschaftssachen und Feilbietungssachen. Richterliche Entscheidungen, förmliche Vernehmungen und Ersuchen um Gewährung von Rechtshilfe im Ausland sind von dieser Tätigkeit ausgenommen.
  • Grunderwerbsteuer: Steuer für Rechtsgeschäfte und Rechtsvorgänge, die die Übereignung und den Erwerb des Eigentums von Grundstücken zum Gegenstand haben. Rechtsanwälte und Notare (Parteienvertreter) sind gesetzlich befugt, die Steuer für Erwerbsvorgänge an Grundstücken selbst zu berechnen mit der Verpflichtung, die Selbstberechnung dem zuständigen Finanzamt anzumelden und die Steuer zum Fälligkeitstag zu entrichten. Die Anmeldung der Selbstberechnung hat mittels automationsunterstützter Datenübermittlung zu erfolgen.
  • Zentrales Testamentsregister: Notare sind verpflichtet, die von ihnen verwahrten letztwilligen Verfügungen (Testamente, Kodizille) in diesem gesamtösterreichischen Register einzutragen. Hierdurch kann bei Ableben des Testators durch Anfrage beim Register leicht festgestellt werden, ob er letztwillige Verfügungen bei einem Notar in Österreich hinterlegt hat. Auch den Gerichten und Rechtsanwälten steht dieses Testamentsregister zur Verfügung. Das Register wird EDV-gestützt betrieben. Jede Notariatskanzlei ist mit ihm online verbunden.

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