KONSUMENT.AT - Pauschalreisen - Klage auf Rückzahlung

Pauschalreisen

Geld zurück

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KONSUMENT 7/2018 veröffentlicht: 28.06.2018

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85 Prozent Stornoentgelt

Aufgrund der um 1,5 Tage verkürzten Reise und der damit verbundenen Änderungen im Programm verlangen die Müllers den bereits bezahlten Reisepreis zurück. Der Reiseveranstalter verweigert dies mit der Begründung, dass der Charakter der Rundreise erhalten geblieben sei und daher kein Rücktrittsrecht bestehe. Allen, die die Reise nicht angetreten hatten, wurden 85 Prozent Stornogebühren verrechnet. Somit würden also lediglich 15 Prozent der Reisekosten erstattet.

Klage auf Rückzahlung

Das Ehepaar wendet sich an den VKI, doch die Intervention unseres Beratungszentrums ist erfolglos. Deshalb klagten wir Billa Reisen im Auftrag des Sozialministeriums auf Rückzahlung der einbehaltenen Stornogebühren. „Bei der Kürzung der Reise um zumindest 1,5 Tage handelt es sich um eine erhebliche Änderung wesentlicher Reisebestandteile. Dies berechtigt die Teilnehmer zum kostenlosen Rücktritt vom Reisevertrag“, sagt Laura Ruschitzka von der VKI-Rechtsabteilung.

Der Reiseveranstalter habe verschuldensunabhängig dafür einzustehen, dass die Reise wie vereinbart durchgeführt werde. „Leistungsänderungen durch den Unternehmer setzen voraus, dass sie vertraglich vereinbart wurden und sich in gewissen Grenzen halten: Die Änderung muss dem Konsumenten zumutbar sein, also insbesondere geringfügig und sachlich gerechtfertigt“, erläutert die Juristin.

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Kommentare

  • nie mehr billa reisen
    von der besserwisser am 29.06.2018 um 22:39
    habe ebenfalls schlechte erfahrung mit billa-reisen gemacht und werde diese sicherlich NIE mehr beschäftigen.
    in einem hotel wurde von einer größeren deutschen reisegruppe aus thüringen die ganze nacht lautstark durchgefeiert - u.a. auch im zimmer über uns sowie auf benachbarten balkonen. da abzusehen war, dass die folgende nacht ähnlich ablaufen wird - die gruppe hat das hotel offensichtlich nur zum durchfeiern für ein verlängertes wochenende gebucht - haben wir den aufenthalt 1 nacht früher abgebrochen.
    nachdem wir den sachverhalt inklusive anteilige rückerstattung für diese 1 nacht von billa verlangten, teilte uns dieser mit, dass lt. rücksprache mit dem hoteleigner keinerlei lärmmäßige beeinträchtigung gegeben war.
    einem reiseveranstalter, der dem vermieter mehr glaubt, als seinem kunden, kann ich nicht mehr trauen - dies ist kein partner für mich! das war ganz sicher das letzte arrangement, welches ich über billa-reisen gebucht habe. da haben wir - als vielreisende - mit anderen veranstaltern (z.b. hofer-reisen) schon wesentlich bessere und kulantere erfahrungen gemacht.
    der fall liegt schon 3 jahre zurück - der aufenthalt ist mir jedoch noch immer in schlechter erinnerung.
  • Pauschalreisegesetz 2018
    von Gundl am 29.06.2018 um 12:42
    Den Artikel über das neue Gesetz fand ich erfreulich.
    Daher bin ich den Links gefolgt und habe eigentlich keine brauchbare Info gefunden, worauf ich bei künftigen Buchungun besser achten sollte.
    Habe mir dann direkt das Gesetz geladen (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009859&FassungVom=2018-07-01) und festgestellt, dass für mich das Juristendeutsch undurchdringlich ist.
    Daher ist hilft mir der Artikel nicht und ich wünsche mir eine "Übersetzung" in Verbraucherdeutsch.
    gundl