Plastikgeld

Brisante Lücken

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Konsument 5/2000 veröffentlicht: 01.05.2000

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Missbrauchsfolgen wenig bekannt

Erschreckend ist die Unkenntnis über die möglichen Missbrauchsfolgen: Nur 28 Prozent wussten, dass die Schadenssumme 30.000 Schilling und mehr ausmachen kann. Die Mehrheit gab weitaus zu niedrige Summen an. In einem anderen Punkt dagegen zeigte sich unsere Leserschaft wohl informiert: Ein Gutteil weiß, dass man für den Gesamtbetrag haftet, der bis zum Wirksamwerden der Sperre unbefugt behoben wird. So ergibt sich die paradoxe Situation, dass viele zwar wissen, dass sie für den Schaden geradestehen müssen, aber nicht, wie viel sie das im Ernstfall kosten kann.

Geltendes Limit soll beibehalten werden

Die „Konsument“-Leserschaft setzt hier auf Sicherheit. Mehr als die Hälfte möchte das geltende Limit von 5000 Schilling am Bankomaten beibehalten. Eine Erhöhung findet wenig Zustimmung. Wenn überhaupt, sollte sie nur auf Grund individueller Vereinbarung passieren. Eine schallende Ohrfeige für die P.S.K. Sie hat die Limits im März erhöht. Die Kunden erfuhren davon durch eine Mitteilung auf dem Kontoauszug. Dazu Peter Bernhardt von der P.S.K.: „Das hängt mit dem Online-to-Issuer-System zusammen. Dabei fragt der Bankomat – und das ist neu – bei der kontoführenden Bank nach Guthaben und Überziehungsrahmen. Wir sehen das als Möglichkeit zur Schadensminimierung. Außerdem können die Kunden das Limit ja reduzieren.“ P.S.K.-Kunden, die sich nicht rühren, haben nun ein Limit – und damit auch ein Risiko – von 50.000 Schilling pro Tag.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo