KONSUMENT.AT - Private Pflegeversicherung - Wer muss für Pflege zahlen: Partner, Kinder, Beschenkte

Private Pflegeversicherung

Lotteriespiel mit dem Alter

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KONSUMENT 1/2013 veröffentlicht: 27.12.2012, aktualisiert: 31.01.2013

Inhalt

Wer muss für Pflege zahlen: Partner, Kinder, Beschenkte

  • Die Pflegebedürftigen selbst: Reicht das staatliche Pflegegeld nicht aus, um die Kosten zu decken, wird auf das Einkommen oder Vermögen der Pflegebedürftigen zurückgegriffen, z.B. auf Bargeld, Spar­bücher, Immobilien oder Wertpapiere. Ein bestimmter Betrag bleibt dem Pflegebedürftigen als „Taschengeld“.
  • Die Ehepartner: Sie müssen sich in allen Bundesländern an den Pflegekosten beteiligen und ­zwischen 30 und 40 Prozent der Bemessungsgrundlage leisten, wenn der Partner pflegebedürftig wird.
  • Die Kinder: Nur in der Steiermark gibt es für Kinder Ersatzpflicht. Die Höhe richtet sich nach deren Einkommen.
  • Beschenkte: Auch bei Schenkungen gibt es unterschiedliche Regelungen. In ­Kärnten kann der Staat nur 2 Jahre lang auf geschenktes Vermögen zurückgreifen, in Wien und der Steiermark 3 Jahre, in Niederösterreich, dem Burgenland, Ober­österreich, Salzburg und Tirol 5 Jahre, in Vorarlberg sogar 30 Jahre lang.

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Kommentare

  • "Wann wer zur Kasse gebeten wird"
    von karinmartini am 21.01.2013 um 15:19
    Unter dieser Überschrift schreiben Sie, dass in Tirol der Staat auf geschenktes Vermögen sogar 30 Jahre lang zurückgreifen kann. Demgegenüber berichtet in der Ausgabe der Tiroler Tageszeitung v. 24. Mai 2011 der Präsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg, Philipp Schwarz, dass die Bestimmungen des Tiroler Mindestsicherungsgesetzes dahin gehend geändert wurden, dass nunmehr im Pflegefall für die Möglichkeit des Rückgriffes auf im Schenkungswege übergebenes Vermögen ausschließlich der Umstand maßgebend ist, ob zum Zeitpunkt der Übergabe der Übergeber einen Pflegegeldbezug erhalten hat bzw. ein Antrag auf Gewährung von Pflegegeld bereits gestellt hat. Ist dies nicht der Fall, ist ein Rückgriff auf das geschenkte Vermögen nicht möglich.
  • Ersatzpflicht für Kinder in Kärnten
    von REDAKTION am 08.01.2013 um 09:49

    Sie haben recht, seit 1.7.2012 gibt es auch in Kärnten diese Ersatzpflicht für Kinder, wenn Eltern im Pflegeheim versorgt werden. Die Ersatzpflicht richtet sich nach dem Einkommen. Unsere Erhebung wurde im Mai/Juni 2012 durchgeführt, daher konnten wir diese Änderung noch nicht berücksichtigen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • wann wer zur Kasse gebeten wird
    von ruly am 28.12.2012 um 12:33
    auch in Kärnten müssen die Kinder dazuzahlen.das gilt ab 1.7.2012.