Private Zahnarzthonorare

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

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Konsument 1/2005 veröffentlicht: 09.12.2004

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Gold kostet nicht allzu viel

Ein häufiger Unsicherheitsfaktor ist der Edelmetallanteil. Viele Zahnärzte nennen in ihren Heil- und Kostenplänen (Kostenvoranschlag) alle Leistungen ohne "Edelmetallanteil". Der Patient weiß dann nicht, um wie viel sich die Rechnung erhöht. Manche arbeiten grundsätzlich nur mit hochwertigen Goldlegierungen, manche nennen fixe Endpreise, die den Goldpreis einschließen. Manche weisen nicht darauf hin, ob der Goldpreis inkludiert ist oder nicht.

Ganz allgemein gilt: Die Goldkosten haben an den Gesamtkosten nur einen kleinen Anteil. Kostenvoranschläge sind meistens ohne Edelmetall, es kommt also üblicherweise noch etwas dazu. Sollte Ihr Kostenvoranschlag unklar sein, müssen Sie in der Ordination nachfragen.

Ein Beispiel: Eine billige Goldlegierung für ein kleines Inlay schlägt beim Zahntechniker mit etwa 15 Euro zu Buche. Eine hochwertige Goldlegierung, auf die sich eine Keramik aufbrennen lässt, verrechnet der Zahntechniker mit etwa 25 Euro pro Gramm. Bei einer großen Krone im Seitenzahnbereich betragen die Edelmetallkosten selten mehr als 70 bis 90 Euro.

Gold ist nicht gleich Gold

Bisweilen fühlen sich Patienten – wie in „Konsument“ 10/2004 berichtet – in die Irre geführt, wenn sie feststellen, dass die "Gold"-Legierung nur wenig Gold enthält. Das Fachwort für Legierungen mit hohem Goldanteil: "hochgoldhaltig". Hochgoldhaltige Legierungen lassen sich im zahntechnischen Labor üblicherweise etwas feiner und genauer verarbeiten als Nicht-Edelmetalllegierungen (Abkürzung: NEM).

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo