KONSUMENT.AT - Privatkredite - Was bedeuted Bonität?

Privatkredite

Effektiv irreführend

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Konsument 3/2002 veröffentlicht: 01.03.2002

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Nicht jeder Kreditkunde erhält den Wunschkredit zu den günstigsten Konditionen. Anhand bestimmter Kriterien wie Einkommen, bestehende Verbindlichkeiten und Kredithöhe prüft das Bankinstitut, ob der Kreditkunde seinen Verpflichtungen, sprich Rückzahlungen, nachkommen kann. Wer in der Bewertung der so genannten Bonität („Qualität“ des Schuldners) weniger gut abschneidet, etwa weil er schon mehrere Kredite laufen hat, hat bei der Zinshöhe weniger Verhandlungsspielraum.

Positive Einflussfaktoren auf die Bonität sind unter anderem:

  • annehmbares Verhältnis Einkommen zu Fixkosten (Wohnung, Auto, Unterhalt);
  • niedrige Ratenbelastung im Verhältnis zum frei verfügbaren Einkommen;
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Für die Kreditwürdigkeit spricht außerdem:

  • lange Beschäftigungsdauer bei einer Firma;
  • Vorkredite ordnungsgemäß bezahlt;
  • Kontoführung in Ordnung;
  • klare Vorstellung zur Finanzierung (Verwendungszweck, Kredithöhe, Laufzeit);
  • Sicherstellungen.


Keinen Sinn hat es, bei der Kreditauskunft zu schwindeln oder die Einkommenssituation zu beschönigen. Die Bank ist berechtigt, über die Bonität eines Kreditnehmers Informationen einzuholen. Auskunftsstelle ist die Kleinkreditevidenz, die vom Kreditschutzverband von 1870 geführt wird (siehe dazu auch „Konsument“ 9/2000 [Kreditwürdigkeit]).