KONSUMENT.AT - Ratenkauf - Kontoüberziehung oder Privatkredit

Ratenkauf

Der Null-Prozent-Schmäh

Seite 4 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 2/2011 veröffentlicht: 21.01.2011

Inhalt

Was sind die Alternativen?

Eine beliebte Variante, sich kurzfristig Geld "fremdzubeschaffen", ist die Kontoüberziehung. Auch das funktioniert einfach und formlos, sofern bereits ein Konto vorhanden ist. In ganz wenigen Fällen (bei unserer Erhebung bei der Hypo Alpe-Adria AG und der Volksbank Ried) war das in unserer Erhebung lohnender, als sich um einen Privatkredit zu bemühen. Mit 3,7 und 4,75 Prozent ­lagen die beiden Institute bei einer angenommenen Kreditdauer von zwölf Monaten sogar unter dem Effektivzinssatz von Privatkrediten (5,3 bis 8,4 Prozent).

Kontoüberziehung kostet bis zu 13,25 Prozent

Ansonsten zahlen Sie aber auch bei dieser Variante ordentlich drauf: Der überwiegende Teil der Banken verlangte für die Kontoüberziehung um die 9 Prozent; Spitzenreiter Bank Austria sogar bis zu 13,25 Prozent! Und das sind nur die Prozentsätze, wenn Sie ­innerhalb des vereinbarten Überziehungsrahmens bleiben. Überschreiten Sie auch diesen, kommen noch 5 Prozent Verzugszinsen hinzu; das wäre also im Extremfall ein Zinssatz von 18,25 Prozent.

Wenn es bereits hinten und vorn eng ist und trotzdem unerwartet eine höhere Ausgabe ins Haus steht, ist es allemal vernünftiger, das Gespräch mit den Banken zu ­suchen als einfach das Konto über die ­Maßen zu plündern oder auf die Schnelle ein scheinbar günstiges Teilzahlungsgeschäft abzuschließen.

AK-Bankenrechner

Über den AK-Bankenrechner auf www.bankenrechner.at lassen sich zudem die aktuell günstigsten Kreditkonditionen eruieren. Vorher informieren lohnt sich. Denn bevor Sie sich Hals über Kopf in – wenn auch noch so harmlos wirkende – Ratengeschäfte stürzen, sollten Sie immer bedenken, dass Sie dabei mit ­Ihrem gesamten gegenwärtigen und auch zukünftigen Arbeitseinkommen haften.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen