Rechtsschutzversicherungen

Ein Baustein mit Lücken

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Konsument 6/2010 veröffentlicht: 20.05.2010

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Überblick bewahren

Richtig spannend wird es beim Versicherungsschutz für einzelne Teilbereiche: Was ist bei welchem Anbieter inkludiert, was ausgeschlossen? Manches, etwa Streitigkeiten rund um den Haus- oder Wohnungsbau, ist generell nicht inkludiert; anderes schon, etwa rechtliche Auseinandersetzungen bei Einkäufen im Internet; und wieder andere Bereiche sind beim einen Ver­sicherer gedeckt, beim anderen nicht (siehe "Überblick: Gedeckt, nicht gedeckt?").

Harte Nüsse für spitzfindige Juristen

 

Wer hier den Durchblick bewahren will, muss rechtlich schon einigermaßen auf Zack sein, denn einfach zu durchschauen sind die in den Versicherungsbedingungen formulierten Ausschlüsse nicht!

 

Dass es bis jetzt trotzdem noch nicht wirklich anspruchsvoll war, zeigt sich, wenn man weiter ins Detail geht, etwa bei den ­erwähnten Streitigkeiten wegen Finanz­veranlagungen: Hier ist zum Beispiel zwischen den beiden Bausteinen „Schaden­ersatz-Rechtsschutz“ und „Vertrags-Rechtsschutz“ zu unterscheiden.

 

"Schadenersatz-Rechtsschutz" oder "Vertrags-Rechtschutz"

 

Streitigkeiten mit einem Vermittler fallen in den Bereich des Vertrags-Rechtsschutzes, da sie sich auf den Vermittlungsvertrag beziehen. Streitigkeiten mit Aufsichtsbehörden oder zumeist auch mit Wirtschaftsprüfern hingegen werden dem Bereich Schadenersatz-Rechtsschutz zugeordnet, weil zwischen der Aufsichtsbehörde und dem Betroffenen kein Vertragsverhältnis besteht.

 

Weiters gibt es noch Streitigkeiten, die überhaupt nicht eindeutig zuordenbar sind, und dasselbe Spielchen wie beim Schadenersatz- und Vertrags-Rechtsschutz gibt es auch im ­Hinblick auf den richtigen Zeitpunkt, weil unterschiedlich definiert ist, wann der Versicherungsfall als eingetreten gilt.

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Kommentare

  • Wüstenrot/Zustimmungserklärung nötig
    von REDAKTION am 23.07.2010 um 12:28

    Unsere VKI-Rechtsabteilung meint dazu:

    Eine Datenweitergabe ist grundsätzlich nur bei einer dem Datenschutzgesetz entsprechenden Zustimmungserklärung erlaubt. Ob diese immer vorliegt, darf bezweifelt werden - siehe dazu : http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=82040iyt

    Ihr Konsument-Team

  • Von der Wüstenrot gefeuert
    von weilerweibi am 20.07.2010 um 21:57
    Ich wurde von der Wüstenrotversicherung gefeuert-ich hätte zu viele Schäden verursacht...was aber der Gipfel der Frechheit ist: es wurden meine ganzen Daten der Versicherung (Roland RS-Versicherung Wien) weitergegeben wo ich eine neue Rechtschutz-Vs. abschließen wollte. Ich frag mich nur wo bleibt der Datenschutz? Darf eine Versicherung der anderen so einfach die ganzen persönlichen Daten weitergeben. Fazit: ich bekomme 50% Prämienzuschlag und 2 Jahre keine Deckung. Das habe ich nicht angenommen! Hände weg von Wüstenrot!
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo