KONSUMENT.AT - Reiseversicherungen - Versicherungsbedingungen beachten

Reiseversicherungen

Sorgenfrei verreisen

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KONSUMENT 4/2018 veröffentlicht: 22.03.2018

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Auf den Selbstbehalt achten

Klickt man sich vor Abschluss der Buchung nicht bis zu den Versicherungsbedingungen durch, wird man im Versicherungsfall unter Umständen mit deftigen Selbstbehalten überrascht: Bei der auf dem Portal Ab-in-den-Urlaub angebotenen Polizze zum Beispiel sind es im Stornofall 20 Prozent des ­erstattungsfähigen Schadens, mindestens aber 25 Euro pro Person; bei der Krankenversicherung im Ausland und der Reisegepäckversicherung sind es 100 Euro je Versicherungsfall, die selbst zu bezahlen sind.

Fehlende Informationen zum Versicherungsschutz

Darüber hinaus fehlen bisweilen grund­legende Informationen zum Versicherungsschutz. Nach Abschluss erhält man zwar kurze Informationen wie Reiseziel, Datum, Personennamen und Höhe der zu entrichtenden Prämie, genauere Produktbeschreibungen sind allerdings Mangelware. Hinsichtlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die die Vertragsgrundlage bilden, wird der Kunde beispielsweise im Dunkeln gelassen. Das ist vor allem im Schadensfall ein Problem. Denn wer das dahinterstehende Versicherungsunternehmen nicht kennt, kann sich im Fall des Falles nicht direkt an selbiges wenden. Bei der Abwicklung des Versicherungsschadens muss dann der oft mühsame Weg über den Reisevermittler beschritten werden.

Versicherungssummen oft viel zu niedrig

Um die monatlichen Prämien optisch niedrig zu halten, sind die Versicherungssummen in den Reiseportal-Angeboten oft viel zu niedrig angesetzt. Im konkreten Ver­sicherungsfall (etwa ein Unfall oder eine Erkrankung) ist die Versicherungs­leistung dann mitunter nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Außerdem kassieren die Portalbetreiber vom Versicherer eine Provision pro abgeschlossenem Vertrag, die letztlich der Kunde bezahlt.

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