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Sparbücher: Typen im Vergleich

So bringen Sie Ihr Geld zum Blühen

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 15.09.2005

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Dritter Schritt: Optimiertes Sparen. Nun geht es an die Auswahl der neuen Sparprodukte. Falls Sie bei der Zukunftsplanung unsicher sind, wählen Sie eher Produkte mit kürzeren Laufzeiten, um die Einbußen vorzeitiger Auflösung zu vermeiden. Bei täglich fälligem Geld sollten Sie Sparcards (siehe Test in „Konsument“ 4/2005), Online- oder Direktanbieter bevorzugen: Das normale, täglich fällige Sparbuch in der Filialbank liegt mit einer Verzinsung ab 0,125% deutlich unter der Inflationsrate. Achten Sie auf mögliche zusätzliche Spesen bei Direktbanken!

Einmalerlag oder periodische Einzahlungen?

Für mittelfristige Ausgaben bieten sich Kapitalsparbücher an. Außerdem müssen Sie entscheiden zwischen Einmalerlag und mehrmaligen Einzahlungen. Bei Letzteren müssen Sie bei manchen Produkten nicht unbedingt Monat für Monat oder quartalsweise einzahlen, bei anderen hingegen schon, und dann sollten Sie sich auch daran halten, denn bleiben die periodischen Einzahlungen aus, wird der Zinssatz meist herabgesetzt.

Fixer oder variabler Zinssatz?

Weiters ist zu berücksichtigen, ob der Zinssatz fix oder variabel ist. Bei variablen Zinssätzen kann sich der Zins während der Laufzeit verändern. Das ist gut, wenn die Kapitalmarktzinsen steigen, und nachteilig, wenn sie fallen. In jedem Fall sollten Sie bei variablem Zinssatz regelmäßig nachkontrollieren, wie Ihr Sparbuch tatsächlich verzinst wird.

Vierter Schritt: Notfall-Management. Tritt ein unvorhersehbarer finanzieller Engpass ein, unbedingt zunächst eruieren, bei welchem Sparbuch eine vorzeitige Behebung die geringsten Zinseinbußen mit sich bringt (siehe Kasten „Vorzeitige Behebung“).

Fünfter Schritt: Reserven nachfüllen. Mussten Sie auf Ihre eiserne Reserve zurückgreifen, füllen Sie sie danach rasch wieder auf. Auch bei den mittelfristigen Veranlagungen immer wieder die in den nächsten Jahren aktuellen Anschaffungen berücksichtigen.

Sechster Schritt: Zinskontrolle. Spätestens dann, wenn sich die Zinssätze wieder nach oben bewegen, die Zinsen auf den aktuellen Sparbüchern kontrollieren, denn der Zinssatz auf Ihrem Sparbuch steigt oft nicht automatisch mit. Bei fallenden Zinsen wird üblicherweise sehr rasch nach unten angepasst, daher in jedem Fall regelmäßig kontrollieren und nachverhandeln.

Siebenter Schritt: Auf Ablauf reagieren. Notieren Sie sich die Ablaufzeitpunkte und informieren Sie sich rechtzeitig über die Konditionen nach Ablauf der Bindefrist. Bei Kapitalsparbüchern wird üblicherweise nicht automatisch verlängert, dafür aber oft nur noch der Zinssatz für täglich fällige Spareinlagen verrechnet. Bei Sparbüchern mit Bindefrist ist vorschusszinsenfreies Beheben nur zirka vier Wochen vor bis einige Tage nach der Fälligkeit möglich, sonst fängt die Bindung erneut zu laufen an, und Behebungen sind dann nur gegen Vorschusszinsen möglich. Erkundigen Sie sich nach dem genauen Termin!  Nutzen Sie generell jeden Ablauf eines Sparbuchs dazu, Ihre Sparstrategie auf ihre Aktualität hin zu überprüfen und an eventuelle neue Lebensumstände anzupassen.

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