Staubsauger

Aufgeblasen

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Konsument 8/2001 veröffentlicht: 01.08.2001

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Alternative Systeme

Zahlreiche Hersteller versuchen eine Alternative zum Papierfilter zu bieten. Hitachi hat dies auf die einfachste Form umgesetzt: mit Stoffbeutel und Abluftfilter aus Schaumstoff. Beide lassen sich nach Ausklopfen oder Auswaschen wieder verwenden. Nur wie! Man fühlt sich in die gute, alte Zeit zurückversetzt, als es noch keine Papierfilter gab. Beim Ausschütteln fliegt einem der Staub um die Ohren. Auch mit der Filterwirkung ist es nicht weit her. Feine Schwebstoffteilchen werden unzureichend zurückgehalten.

Wasserfilter

Die drei Direktvertriebsprodukte Rainbow, Delphin und Hyla, aber auch der Polti Lecologico, arbeiten mit einem Wasserfilter, der von Firmenvertretern in den höchsten Tönen gepriesen wird: Er „wäscht die Luft, wie es in der Natur der Regen macht“. Das klingt gut und stimmt sogar – die staubbelastete Luft geht tatsächlich durch das Wasser.

Nur leider bleibt nicht alles dort. Feine Staubpartikel strömen durch undichte Stellen oder schlechte Filter zurück in die Wohnung. Die Messung ergab Emissionswerte, wie sie vor Jahren üblich waren, aber mit zeitgemäßer konventioneller Technologie (Mehrfachfilterung) weit unterboten werden. Der Vorwerk Kobold, ein einfacher Handstaubsauger mit Papierfilter, hat die beste Filterwirkung erzielt. Damit verglichen haben die Wasserfilter von Delphin und Hyla fast 20.000 Mal mehr Staubpartikel hinausgeschleudert. Selbst der erwähnte Staubbeutel von Hitachi kommt auf niedrigere Werte.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo