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KONSUMENT 10/2019 veröffentlicht: 26.09.2019

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Begräbniskosten als außergewöhnliche Belastung

Begräbniskosten können steuerlich dann als außergewöhnliche Belastung (mit Selbstbehalt) behandelt werden, wenn die Begräbniskosten nicht durch die Nachlass-Aktiva gedeckt sind. Es wird dabei auf die Nachlass-Aktiva und nicht auf das Nachlassvermögen (Saldo aus Aktiva und Passiva) abgestellt, da die Begräbniskosten vor der Bezahlung der Gläubiger ersetzt werden.

Nachlass-Aktiva 

Unterliegen jedoch die Nachlass-Aktiva einem Veräußerungs- und Belastungsverbot, so können diese nicht zur Begleichung der Begräbniskosten herangezogen werden. Dies bedeutet, dass die Begräbniskosten in diesem Fall nicht um die (nicht verwendbaren) Nachlass-Aktiva gekürzt werden. Und welche Nachlass-Aktiva fallen hier beispielsweise darunter? Ein typischer Fall sind voraus­bezahlte Pensionszahlungen und Pflege­kostenzuschüsse. Diese müssen ja der auszahlenden Stelle erstattet werden, d.h., sie können nicht zur Begleichung der Begräbniskosten herangezogen werden. (Quelle: BFG vom 06.02.2019, RV/7105520/2016)

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