KONSUMENT.AT - Steuern: Außergewöhnliche Belastungen - Taxikosten, Hilfsmittel, Heilbehandlung, Opferausweise

Steuern: Außergewöhnliche Belastungen

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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Freibetrag für Taxikosten (wenn kein eigenes Kfz) bei Gehbehinderung. ­Liegen die Grundvoraussetzungen für die Berücksichtigung des Freibetrages für ein Kraftfahrzeug vor, verfügt der Körperbehinderte aber über kein eigenes Kfz, können tatsäch­liche Kosten für Taxifahrten bis maximal 153 € monatlich geltend gemacht werden.

Aufwendungen für Behindertenhilfsmittel und Kosten der Heilbehandlung. Nicht regelmäßig anfallende Aufwendungen für Hilfsmittel – z.B. Rollstuhl, rollstuhlgerechte Adaptierung der Wohnung, Hörgerät oder Blindenhilfsmittel – werden zusätzlich und ohne Kürzung durch den Selbstbehalt anerkannt. Die Kosten einer Heilbehandlung können zusätzlich zum Pauschalbetrag und ohne Kürzung durch den Selbstbehalt berücksichtigt werden. Als Kosten der Heilbehandlung gelten folgende ­Kosten, die im Zusammenhang mit der Behinderung stehen: Arzt- und Spitalskosten, Kur- und Therapiekosten und Medikamentekosten.

Formular E30

Behinderte Pensionisten können die genannten Pauschalbeträge entweder beim Finanzamt oder direkt bei ihrem Pensionsversicherungsträger (d.h. ihrer pensionsauszahlenden Stelle) mit dem Formular E30 geltend machen. Der Pensionsversicherungsträger informiert Sie bei weiteren Fragen.

Tipp: Grundsätzlich sind Krankheitskosten vom erkrankten (Ehe-)Partner selbst zu tragen, wobei der erkrankten Person ein steuerfreies Existenzminimum von 11.000 € bleiben muss. Werden Krankheitskosten für den (Ehe-)Partner gezahlt, sind diese beim zahlenden (Ehe-)Partner dann als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt zu berücksichtigen, wenn er den Alleinverdienerabsetzbetrag bezieht oder die Einkünfte des (Ehe-)Partners den Betrag von 6.000 € nicht überschreiten.

Amtsbescheinigungen und Opferausweise. Inhabern von Opferausweisen und Amts­bescheinigungen (Steuerpflichtige, die in der Zeit von 1938 bis 1945 unter politischer Verfolgung gelitten haben) steht zusätzlich ein jährlicher Steuerfreibetrag in Höhe von 801 € zu.

Tipp: Pensionisten können diesen Freibetrag direkt bei ihrem Pensionsversicherungsträger durch Vorlage des Ausweises geltend machen. Ohne Berücksichtigung bei der laufenden Lohnverrechnung kann der Freibetrag nach Ablauf des Jahres bei der Veranlagung beantragt werden.

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