KONSUMENT.AT - Steuertipps zum Jahresende - Wertpapiere: Versteuerung, Verluste und Gewinne

Steuertipps zum Jahresende

Kassasturz mit der Finanz

Seite 3 von 5

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 12/2013 veröffentlicht: 21.11.2013

Inhalt

Versteuerung von Wertpapieren: Seit dem 1. April 2012 gibt es bei Wertpapierdepots ­eine sogenannte Verlustverrechnung – aber nur innerhalb eines Kalenderjahres! Haben Sie nur ein Wertpapierdepot bei einer inlän­dischen Bank, dann müssen Sie sich nicht ­darum sorgen – hier übernimmt das Ihre Bank.

In allen anderen Fällen gilt Folgendes: Die Verkäufe von allen Wertpapieren im ­sogenannten "Altbestand" (alle Käufe vor dem 1. Jänner 2011) sind steuerfrei und von den nachfolgenden Überlegungen nicht ­betroffen. Auf alle Wertpapiere im Neubestand (Käufe ab dem 01. Jänner 2011) sind beim Verkauf 25 Prozent Kapitalertragsteuer (KESt) auf den Gewinn zu bezahlen. Ebenfalls mit 25 Prozent KESt werden ­Erträge aus Wertpapierzinsen und Dividenden besteuert.

Verluste aus Wertpapierverkäufen können jedoch innerhalb des Kalenderjahres gegen­gerechnet werden (nur gegen die genannten Gewinne und Erträge, nicht jedoch ­gegen Zinsen aus Einlageprodukten wie Sparbüchern).

Verluste und Gewinne: Bei mehreren Depots gilt es, vor dem Jahreswechsel zu rechnen, wie der "Verlustverrechnungstopf" gefüllt ist: Sind die Verluste höher als die Erträge – ist der Topf somit negativ –, so kann der Verkauf einer bestehenden Wertpapierposition (nur Neubestand) mit Gewinn Sinn machen, da so der Verlusttopf genutzt wird und die 25 Prozent KESt auf den sonst spä­teren Verkauf entfallen.

Sind hingegen die Gewinne höher als die Verluste, ist der Topf also positiv, so kann der Verkauf einer ­bestehenden Wertpapierposition (nur Neubestand) mit Verlust Sinn machen. Sie er­halten dann einen Teil der im aktuellen Jahr gezahlten KESt zurück.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
6 Stimmen
Weiterlesen