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Unfallversicherungen

So finden Sie preiswerten Schutz

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Konsument 4/2005 veröffentlicht: 17.03.2005

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Versorgungslücken

Hausfrauen, Kleinkinder und Pensionisten fallen, obwohl nachweislich besonders gefährdet, überhaupt aus dem Netz der gesetzlichen Unfallversicherung heraus. Kinder sind nur bei Unfällen im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Hin- und Rückweg pflichtversichert. Einige Gründe, die für eine private Unfallversicherung sprechen:

Kapitalleistung bei bleibender Invalidität. Sicherlich das Hauptargument für eine private Unfallversicherung. Je nach Verletzungsgrad erfolgt eine Kapitalleistung, die von der Versicherungssumme und der Progression (Näheres dazu später) abhängt; entweder als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente.

Damit können etwa notwendige behindertengerechte Umbauten oder Betreuungsleistungen finanziert werden. Wer nach einem Freizeitunfall aus dem Arbeitsprozess fällt, kann damit die Differenz zwischen Aktiveinkommen und Berufsunfähigkeitspension (die in der Regel niedriger ist) mindern.

Unfallkosten. Aktive Hobbysportler und Vielreisende werden an den umfangreichen Leistungen in Zusammenhang mit Berge- und Rücktransportkosten wie Hubschrauberbergung, Ambulanzjet, Pflege-, Heilkosten etc. interessiert sein (siehe auch „Konsument“ 9/2004). Aber Achtung: Gefährliche Sportarten (vor allem alle Arten von Flug- und Motorsport) sind üblicherweise ausgenommen; sie können jedoch gegen Zusatzprämien inkludiert werden. Auch Leistungen wie Schmerzensgeld oder kosmetische Operationen (etwa bei Narben oder Entstellungen) sind möglich.

Todesfall. Endet ein Unfall tödlich, wird den Angehörigen der dafür vereinbarte Betrag ausbezahlt. Zur Absicherung der Hinterbliebenen eignet sich jedoch eine Ablebensversicherung wegen der höher wählbaren Versicherungssumme besser. 

Mehr Leistung durch Progression. Unfallversicherungen werden in zwei Tarifmodellen angeboten. Beim so genannten linearen Tarif erhält der Kunde eine seinem Invaliditätsgrad entsprechende Leistung. Beispiel: Eine 25-prozentige Beeinträchtigung bringt eine Leistung von 25 Prozent der Versicherungssumme. Bei Progressionstarifen beginnt die Leistung hingegen ab einem bestimmten Verletzungsgrad überproportional zu steigen (meist ab 25 Prozent). Das heißt, bei einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent kann die Leistung 150 Prozent der Versicherungssumme und mehr betragen.

Wird beispielsweise eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart, entsteht bei 100-prozentiger Invalidität und einer Progression von 400 Prozent ein Anspruch auf 400.000 Euro. Progressionsmodelle sind teurer, bringen im Ernstfall aber auch mehr.

 

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