KONSUMENT.AT - Uniqa Versicherung - Prämie teuer

Uniqa Versicherung

Zahlscheinpolizze

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veröffentlicht: 01.08.2011

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Keineswegs billig

Die genaue Höhe der jährlichen Prämie (in unserem Beispiel immerhin satte 234 Euro) erfährt man erst im Kleingedruckten auf der Rückseite. Prominent und fett gedruckt  steht nur, dass man einige Monate lang Versicherungsschutz hat, wenn man jetzt den Betrag auf dem Zahlschein einzahlt. Eine Okkasion, die man auf keinen Fall verpassen darf, ist dieses Angebot also keineswegs! Wir halten auch die Vorgangsweise, den Versicherten einfach einen Zahlschein zu schicken, nicht für korrekt. Manche Konsumenten, die diese Zuschrift nicht aufmerksam studieren, glauben vielleicht, nur die normale Autoversicherung, also die Haftpflichtprämie, einzuzahlen.

Angebote vergleichen

Eine Kasko sollte man nicht per Zahlschein abschließen. Vorher muss geprüft werden, vor welchen Risiken man sich besonders schützen möchte. Auf diese Schadensfälle sollte die Polizze abgestimmt werden. Und der in der Information der UNIQA so verteufelte Selbstbehalt, bei dem man Bagatellschäden bis zu einer bestimmten Höhe aus eigener Tasche bezahlt, spart Prämie. Vor allem sollte man vor Vertragsabschluss mehrere Angebote unterschiedlicher Versicherer vergleichen.

Rücktritt möglich

Auch wenn man hier nichts unterschreiben muss, hat man mit der Einzahlung des Zahlscheins einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen und ist ein Jahr gebunden. Wenigstens sieht der Gesetzgeber  bei Verträgen über Finanz- und Versicherungsprodukte im Fernabsatz die Möglichkeit des Vertragsrücktritts vor. Die Frist dafür beträgt hier 14 Tage und beginnt zu laufen, sobald die Polizze zugeschickt wurde. Spätestens dann sollte man also schriftlich (eingeschrieben) den Rücktritt erklären, wenn man nicht eine ungewünschte Versicherung am Hals haben will.

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