Unwetter und Versicherung

Sichern, wegräumen, aufschreiben, dranbleiben

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veröffentlicht: 03.06.2016

Inhalt

Starkregen überflutet den Keller, Sturm zerfetzt das Dach und Hagel beschädigt mein Auto. Welche Versicherung ist für diese Schäden zuständig? Was müssen Sie im Schadensfall tun?

Die Eigenheimversicherung deckt Schäden am Gebäude, die Haushaltsversicherung ist für die Schäden im Inneren des Hauses zuständig. Wird durch einen Sturm das Dach eines Hauses abgedeckt, kommt die Eigenheimversicherung für die Schäden am Dach auf. Für die Schäden am Wohnungsinhalt ist die Haushaltsversicherung zuständig.

Schäden am Auto

Schäden am Auto kann eine bestehende Kaskoversicherung übernehmen. Das gilt für Reparaturkosten, aber auch für mögliche Abschleppkosten zur nächsten Werkstatt. Je nach Vertrag sind Selbstbehalte in unterschiedlicher Höhe möglich.

Eine private Haftpflichtversicherung kann dann helfen, wenn durch die eigene Unachtsamkeit jemand geschädigt wird, beispielsweise ein vom Balkon gewehter Blumentopf einen Fußgänger schwer verletzt und dauerhafte Schäden bleiben. Die private Haftpflichtversicherung deckt Schadenersatzansprüche bzw. wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Was tun?

Was ist für geschädigte Versicherte zu tun?

  • Schaden unverzüglich melden:
    Das ist wichtig, auch wenn noch völlig unklar ist, wie hoch der Schaden sein wird.
  • Schäden klein halten und Folgeschäden vorbeugen:
    Die so genannte Schadensminderungspflicht bedeutet, dass Versicherte verpflichtet sind, etwas zu tun, um Folgeschäden vorzubeugen oder klein zu halten. Ein Beispiel dafür: Wenn durch herabgefallene Dachziegel oder ein kaputtes Fenster ein Leck entstanden ist, sollte dieses nach Möglichkeit mit einer Plane abgedeckt werden, damit bei anhaltendem Regen der Schaden nicht noch größer wird. Das sagt einem nicht nur der Hausverstand, das ist auch unter "Schadensminderungspflicht“ in den Bedingungen geregelt. Bei allzu sorglosem Umgang könnte der Versicherer die Leistung einschränken.
  • Schäden dokumentieren, Beweise sichern:
    Werfen Sie die kaputt gewordenen Dinge nicht gleich weg, sondern bewahren Sie sie so lange auf, bis der Sachverständige des Versicherers sie begutachtet. Gutes Dokumentieren durch Fotos ist immer sinnvoll, um den Schaden nachzuweisen. Notieren Sie sich die Kontaktmöglichkeiten zu Zeugen.
  • Aufräumungskosten:
    Auch der Aufwand, den Schaden aufzuräumen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, ist in manchen Verträgen inkludiert. Protokollieren Sie die durch Aufräumen entstandenen Kosten und Ihre geleistete Arbeit.

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