KONSUMENT.AT - Versicherungen: Sparen mit Konsument - Versicherung für: Rechtschutz, Geräte, Ski- und Snowboard, Tiere

Versicherungen: Sparen mit Konsument

Geldfresser raus

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KONSUMENT 1/2013 veröffentlicht: 27.12.2012

Inhalt

Mehrfachversicherungen. Sportverein, Kreditkarte, Autofahrerclub – da kommt ­einiges an Versicherungen zusammen, die einem oft gar nicht bewusst sind. Besonders häufige Kandidaten für Doppelt- und Mehrfachversicherungen sind Unfall- und Reiseversicherungen, aber zum Beispiel auch ­Assistance-Leistungen, die via Mitgliedschaft im Autofahrerclub und Kaskoversicherung mehrfach gedeckt sind.

Nicht immer macht es Sinn, derartige Doppeldecker aufzukün­digen. Manchmal ist es auch nicht möglich: etwa bei einem Wanderverein, wo mit der Mitgliedschaft ein Mini-Unfallpaket einhergeht, das für den restlichen Freizeit- und Sportbereich zu wenig Schutz bietet. Ganz allgemein gilt: Sehen Sie Ihre Mitgliedschaften und Polizzen daraufhin durch und lassen Sie überflüssige Doppeldecker streichen, denn gezahlt wird auch bei Mehrfachver­sicherung nur einmal.

Rechtsschutzversicherung. In vielen ­Lebensbereichen wird durch öffentliche Stellen zumindest eine juristische Ersteinschätzung angeboten, in manchen Fällen auch ­eine rechtliche Vertretung, z.B. im Arbeits- und Sozialrecht durch Arbeiterkammer oder Gewerkschaft, bei Konsumentenfragen durch den Verein für Konsumenteninforma­tion oder im Mietrecht über die Mieterver­einigung. Oder es besteht, beispielsweise auf Reisen, Rechtsschutz über die Kredit­karte, Schutz in Haftpflichtfragen durch eine private Haftpflicht­versicherung im Rahmen der Haushaltsver­sicherung oder durch die Kfz-Haftpflicht.

Reparatur-/Geräteversicherung. Echten Komplettschutz gibt es nicht, dafür verschiedenste Ausschlüsse, Selbstbehalte oder man muss sich bei einem Gerätetausch mit Gebrauchtgeräten abspeisen lassen. Dabei sind vor allem in den ersten zwei Jahren viele Schäden bereits im Rahmen von Gewähr­leistung und Garantie kostenfrei abgedeckt. Auch über die Haushaltsversicherung sind etwa Schäden durch Brand, Diebstahl oder leichte Fahrlässigkeit abgesichert.

Sicher auf Reisen. Vor allem Urlaubs­pannen sind oft schon durch andere Ver­sicherungen gedeckt, etwa über Haushaltsversicherung (Reisegepäck, Haftpflicht), Kreditkarte (Reisegepäck, Haftpflicht, Rücktransport, Unfallversicherung, Behandlungskosten), private Krankenversicherung (Behandlungskosten) oder eine private Unfallversicherung. Die im Reisebüro angebotene Zahlscheinpolizze ist nicht immer die güns­tigste Variante. Tipp: Bei Bedarf besser direkt bei einem Reiseversicherer ein individuell passendes Angebot einholen.

Ski- und Snowboardversicherung. Hohe Prämien von 7 bis 10 Prozent des Verkaufspreises, steigende Selbstbehalte von 20 bis 40 Prozent, dazu eine Menge Ausschlüsse, etwa bei Schäden infolge normaler Abnutzung. Weiters sind Bindung und Skistöcke bei einem Diebstahl nicht gedeckt, und es gibt auch keine Versicherungs­leistung, wenn die Bretter über Nacht aus einem unversperrten Raum entwendet bzw. daheim aus dem Keller oder Wohnhaus gestohlen werden.

Tierversicherung. Der Einschluss eines Tieres in die private Haftpflicht ist unbedingt ratsam und auch nicht teuer. Kranken- und Unfallversicherung verschlingen hingegen mehrere Hundert Euro pro Jahr und sind eher entbehrlich, solange Katz & Co nicht Dauergäste beim Tierarzt sind.

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Kommentare

  • Versicherungen
    von johann stertz am 27.12.2012 um 12:00
    kapitalgedeckte Altersvorsorge ist offen bar tabu.