KONSUMENT.AT - Werbung in Mitteilungsheften - Stellungnahme der Werbeagentur

Werbung in Mitteilungsheften

VKI klagt Werbeagentur

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veröffentlicht: 10.04.2013, aktualisiert: 07.05.2014

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Stellungnahme der Werbeagentur

Die KONSUMENT-Redaktion bat Young Enterprises Media um Stellungnahme; hier die geringfügig gekürzte Antwort.

Stefan Siegl, Geschäftsführer von Young Enterprises Media:
Nachdem es sich um ein anhängiges Gerichtsverfahren handelt, bevorzugen wir es, wenn bis zur Klärung keine die öffentliche Meinung beeinflussende PR stattfinden würde. Auch wenn „Konsument“ als Organ des VKI nicht als unabhängig wahrgenommen wird, besteht die Gefahr, dass es zu einer Vorverurteilung kommt. Wir schlagen daher vor, dass vor einem Bericht der Ausgang des Gerichtsverfahrens abgewartet wird.

Wir dürfen Sie unabhängig davon darauf hinweisen, dass wir die Berichterstattung auch unter den Gesichtspunkten des Medienrechtes genau verfolgen werden.

KONSUMENT: Achten Sie darauf, ob die beworbenen Produkte für Kinder geeignet sind (etwa bei Getränken und Lebensmitteln)?

Siegl: Das Mitteilungsheft gibt es bereits seit 8 Jahren. Von Anfang an wurden Schulleiter, Eltern und Pädagogen in den Entstehungsprozess mit einbezogen. Wir holen zudem nach jeder Ausgabe Feedback von den Schulen ein und verbessern das Heft laufend. So sind über die Jahre viele Wünsche wie z.B.  mehr freie Seiten, Beschriftbarkeit des Covers, Seiten für Schulinformationen, Übersicht über die Einheiten, etc.  nach und nach umgesetzt worden.

Wie viele Volksschulen haben im Wintersemester 2012/13 Ihre Mitteilungshefte verteilt?

Siegl: Das Mitteilungsheft wird von ca. 800 Schulen bestellt.

Wer entscheidet in den Schulen über die Teilnahme an Ihrer Werbeaktion?

Siegl: Es handelt sich nicht um eine Werbeaktion, sondern um das Service der Lieferung von kostenlosen Schulheften. Die Entscheidung erfolgt je nach Schule seitens der Schulleitung bzw. der Schulgemeinschaft/des Elternvereins.

Wie viel Geld erhält eine Volksschule, die Ihr Mitteilungsheft an 200 Schüler verteilt (pro Semester)?

Siegl: Die Schulen erhalten die Hefte in gewünschter Stückzahl kostenlos und darüber hinaus KEINE Vergütung.

Wie ist die Schulbehörde eingebunden?

Siegl: Das Service besteht nun nahezu unverändert seit 8 Jahren. Der Abstimmungsbedarf ist daher relativ gering, jedoch wissen wir von Schulen, die sich mit ihrer zuständigen Schulbehörde abstimmen.

Mit welchen Reaktionen sind Sie konfrontiert (Lehrer, Eltern, Schüler, Inserenten …)?

Siegl: Mit durchwegs positiven, wie wir immer wieder an den Rückmeldungen sehen. Die Teilnahme ist freiwillig auf der Basis von semesterweise aktualisierten Bestellungen. Wer das Heft nicht (mehr) will, bestellt einfach nicht mehr. - Eine Volksschule schreibt am 5.2.2013:
„Herzlichen Dank für die kostenlos zur Verfügung gestellten ansprechenden Mitteilungshefte. Das passende Format und nützliche Infos gefallen unseren SchülerInnen und helfen sparen. Dass nun auch der Beschriftungsteil am Cover leicht zu beschriften ist, fällt positiv auf. Wir freuen uns deshalb schon auf die Mitteilungsheft für das nächste Schuljahr.“

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