KONSUMENT.AT - Wohnraumfinanzierung - Böses Erwachen mit Fremdwährungskrediten

Wohnraumfinanzierung

Bazar am Bankschalter

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Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

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Allen Warnungen zum Trotz hat fast ein Fünftel aller Kreditnehmer in Österreich Kredite in fremden Währungen abgeschlossen. Besonders beliebt: japanische Yen und Schweizer Franken. Zinssätze von ein bis drei Prozent sind natürlich äußerst verlockend, das vermeintlich billige Geld wird allerdings mit einem hohen Kurs- beziehungsweise Verlustrisiko erkauft. Konstruierte Berechnungsmodelle verheißen fallende Wechselkurse und anhaltend niedrige Zinsen. Das ist langfristig gesehen aber völlig unrealistisch. Tatsächlich ist der Kurs des Schweizer Franken nach den Terroranschlägen in New York in kürzester Zeit kräftig nach oben geschnellt, die buchmäßigen Schulden der Franken-Kreditnehmer ebenso. Zinsvorteile wurden binnen weniger Tage durch den höheren Frankenkurs zunichte gemacht. Auch Yen-Kredite gelten wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage in Japan als äußerst riskant und unsicher. Außerdem ist die Spesenbelastung hoch. Denn zwei Konten werden geführt, für jede Rate fallen Wechselgebühren und Provisionen an.