Zertifikate

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015, aktualisiert: 06.07.2017

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Renditechancen

Zertifikate eröffnen die Chance, in Märkte und Wertpapierbereiche zu investieren, die sonst mangels entsprechend großen Kapitals verschlossen blieben. So kann beispielsweise auch ein Kleinanleger an der Entwicklung einer bestimmten Börse oder eines Index teilhaben, ohne direkt darin zu investieren. Außerdem lässt sich das Risiko streuen, wenn nicht nur in ein Wertpapier, sondern gleich in mehrere Wertpapiere auf einmal investiert wird.

Zertifikate können also auch dann interessant sein, wenn man aufgrund seiner Vermögenslage nicht mehrere Aktienpositionen halten kann oder will. Je höher die Renditechancen, desto größer die Verlustgefahr – und bei Garantiezertifikaten das Risiko, dass nicht mehr herausschaut als der eingezahlte Betrag, was aufgrund der Inflation auch einem (wenngleich überschaubare)n Kapitalverlust gleichkommt.

Kosten

Im Gegensatz zu Investmentfonds, wo die anfallenden Spesen und Gebühren in Form der Total Expense Ratio (TER) offengelegt werden müssen, gibt es bei Zertifikaten keine derartige Verpflichtung. Dementsprechend intransparent ist die Kostenbelastung. Fix ist, dass neben den bei Wertpapieren üblichen Depot- und Transaktionskosten so wie bei Fonds ein Ausgabeaufschlag anfällt.

Bei einem Verkauf während der Laufzeit wird der sogenannte Spread verrechnet – die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Weiters sind Zinsen und Kursgewinne steuerpflichtig. Ein gewisser Kostenvorteil gegenüber Fonds ist, dass geringere Managementgebühren sowie Kauf- und Verkaufsspesen anfallen (bei aktiv gemanagten Fonds werden wenig rentable Aktien und Anleihen immer wieder durch profitträchtigere ersetzt und verursachen so mehr Aufwand für die Fondsgesellschaft).

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