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Zusatzkrankenversicherungen

Wellness zur Sonderklasse

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Konsument 4/2002 veröffentlicht: 21.06.2002

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Verlockende Angebote

Der Markt ist ziemlich gesättigt, es gibt kaum Neuabschlüsse. Die bereits Versicherten werden immer älter und benötigen mehr Leistungen, auf der anderen Seite kommen kaum junge Versicherungsnehmer nach. Daher haben Zusatzangebote – wie Wellnesspakete mit Gesundheits-Checks, Aufenthalte in noblen Sporthotels, Mitgliedschaft in Fitnesscentern und günstige Einsteigertarife – jetzt Saison. Sie sollen eindeutig die junge und gesunde Generation anlocken. Der Trend geht dabei weg von einer Krankenversicherung hin zu gesundheitsfördernden Maßnahmen.

Wellnesswochenende für ein paar Euro mehr

Fast alle Anbieter (Uniqa, Generali, Interunfall, Merkur, Wiener Städtische) haben in der letzten Zeit ihre Produkte in diese Richtung adaptiert. Auch die Allianz plant mittlerweile Ähnliches. Die Pakete kosten monatlich etwa sieben Euro zusätzlich zur vereinbarten Sonderklassen-Prämie. So bietet beispielsweise der Marktführer Uniqa alle zwei Jahre einen Gutschein für ein Wellness-Hotel (zwei bis vier Nächte) im Wert von 254 Euro an. Wir sehen darin jedoch ein Nullsummenspiel, denn: Würde ein Versicherter monatlich etwas mehr als die Prämie für das Zusatzpaket – nämlich 10 Euro – beiseite legen, und das zwei Jahre lang, könnte er sich dann das Wellnesshotel auch so leisten und ist auch nicht auf die Partnerhotels eines Versicherers angewiesen. Dabei ist auch die nicht eben geringe Sonderklassen-Prämie einzukalkulieren. Wellness-Pakete können nicht separat abgeschlossen werden, sie werden nur im Verbund mit Sonderklasse-Versicherungen angeboten.