KONSUMENT.AT - Ärzte-Test: Wartezeit bei Facharztterminen - Ärzte-Test: Wartezeit bei Facharztterminen

Ärzte-Test: Wartezeit bei Facharztterminen

Kurz und schmerzlos

Seite 2 von 18

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

Inhalt

Verweis auf Spital oder Fachkollegen?

Wurde der Patient an ein Spital oder eine Ambulanz verwiesen, haben wir eine Abwertung auf „nicht zufriedenstellend“ vorgenommen, denn in vielen Spitälern (z.B. AKH Wien) wird für eine Behandlung in einer Spezialambulanz eine Überweisung vom niedergelassenen Facharzt benötigt. Wurde der Patient zur Untersuchung an einen anderen Fachkollegen verwiesen, erfolgte eine Abwertung auf „weniger zufriedenstellend“, da die Versorgung beim angefragten Facharzt nicht gegeben war.

Termin innerhalb von zwei Tagen

Das Ergebnis unseres Tests weicht deutlich von der eingangs zitierten WIdO-Studie ab. Bei 142 von 180 Anfragen (79 Prozent) kam es zu einer raschen Terminvergabe innerhalb von zwei Tagen, in mehr als der Hälfte aller Fälle (99) erhielten beide Testpersonen sogar noch am selben Tag einen Termin. Lediglich zwei Mal mussten Privatzahler und Kassenpatient länger als eine Woche auf ihren Termin warten.

Eine Bevorzugung von Privatpatienten konnten wir nicht ausmachen. In insgesamt 14 Ordinationen erhielt der Privatzahler schneller einen Termin, in 17 Fällen wurde der Krankenkassenpatient bevorzugt. Dies könnte sich daraus erklären, dass der Kassenpatient immer kurz vor dem Privatzahler um seinen Termin bat. Die Anrufe wurden größtenteils kompetent und freundlich entgegengenommen.

Vergebliche Kontaktaufnahme in drei Ordinationen

Drei Ordinationen fielen aus der Wertung. Eine Woche lang (4 bis 6 Anrufe über den Tag verteilt) versuchten wir vergebens, Verbindung zu den Praxen der Augenärzte Dr. Wilhelm Jordan (Schwarzach im Pongau/Sbg.), Dr. Gerold Schneider (Dornbirn/Vbg.) sowie der Hautärztin Dr. Erna Jaschke (Kufstein) aufzunehmen. In allen drei Ordinationen wurde weder das Telefon abgehoben noch gab es die Möglichkeit, per Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen. Eine Nachfrage bei der Österreichischen Ärztekammer und der jeweiligen Gebietskrankenkasse ergab, dass alle drei Ärzte praktizieren und sich auch nicht in den Urlaub oder Krankenstand abgemeldet hatten.

Inhalt

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen