KONSUMENT.AT - Akupunktur - Akupunktur

Akupunktur

Den Schmerz ausstechen

Seite 2 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 9/2005 veröffentlicht: 19.08.2005

Inhalt

Varianten zur Effektivitätssteigerung

Die Anzahl der Nadeln variiert von Schule zu Schule, meist sind es 4 bis 10. Zur Stimulation dreht der Akupunkteur die Nadeln leicht mit den Fingern. Um eine stärkere Wirkung zu erzielen werden die Nadeln manchmal auch geklopft oder erhitzt. Dazu werden kleine Kegel aus Beifußkraut angezündet und an das Nadelende gesteckt. Die Nadeln bleiben etwa 10 bis 30 Minuten an der Einstichstelle, während der Patient ruht. Die Akupunktur wird gewöhnlich ein- bis dreimal wöchentlich durchgeführt, insgesamt meist zehnmal hintereinander. Bei chronischen Beschwerden werden bis zu zwanzig Wiederholungen angeraten.

Bei Wirkungslosigkeit Abbruch

Die Behandlung gestaltet sich je nach Entwicklung der Beschwerden individuell, Punktauswahl und Stichtechnik können im Verlauf geändert werden. Ärztliche Akupunkturgesellschaften raten, die Akupunktur abzubrechen, wenn sich nach drei bis längstens fünf Sitzungen keine spürbare Wirkung gezeigt hat. In bestimmten Fällen werden Dauernadeln gesetzt und nach dem Einstechen mit Heftpflaster fixiert. Sie bleiben tagelang gesetzt und werden zwischendurch öfter gedreht.

Elektroakupunktur. Nachdem die Nadeln eingestochen sind, werden Elektroden aufgeklemmt, durch die Schwachstrom geleitet wird, der die Nerven im Gebiet rund um die Nadel reizt.
Laserakupunktur. Bei Kindern und Erwachsenen mit Nadelangst werden die Nadeln manchmal durch Laserlicht ersetzt.

Moxibustion. Bei der Moxibustion wird brennendes Beifußkraut oder ein anderes Kraut eingesetzt. Der Akupunkteur zündet dazu eine Moxazigarre an und nähert das glühende Ende dem Akupunkturpunkt, bis der Patient ein deutliches Hitzegefühl spürt. Dann entfernt er sie kurz und wiederholt diesen Vorgang, bis sich die Hautstelle gerötet hat. Eine andere Variante ist, eine Ingwerscheibe auf einen Akupunkturpunkt zu legen und darauf einen kleinen Kegel aus getrocknetem Beifuß zu setzen, der vorher angezündet wurde. Spürt der Patient ein Hitzegefühl, wird der Kegel mit der Ingwerscheibe zum nächsten Punkt geschoben. Jeder Punkt wird mehrmals erhitzt, bis die Hautstelle gerötet ist.

Ohrakupunktur. Mit einem speziellen Gerät, das den Hautwiderstand misst, werden die Akupunkturpunkte gesucht und anschließend genadelt. Pro Sitzung sind das meist drei bis vier Nadeln. Die ausgewählten Punkte können auch massiert werden. Diese Behandlung wird im Abstand von einigen Tagen zwei- bis fünfmal wiederholt.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen