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Akupunktur

Den Schmerz ausstechen

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Konsument 9/2005 veröffentlicht: 19.08.2005

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Verschiedene Anwendungsbereiche

Der Schwerpunkt der Akupunkturbehandlung liegt auf Schmerzen aller Art, insbesondere Rheuma und Arthrosen, Kopfschmerzen und Migräne, Rückenschmerzen und Neuralgien. Sie wird bei Stressbeschwerden, Müdigkeit, vegetativen Störungen, funktionellen Störungen der Atmung und Verdauung, Allergien, Lähmungen, zur Raucherentwöhnung und bei Suchterkrankungen angewendet, zur Krankheitsvorbeugung und Gesunderhaltung sowie zur Erhöhung der Fruchtbarkeit und zur Geburtserleichterung angeboten. Als Narkosemethode bei Operationen hat sich Akupunktur nicht bewährt und wird daher kaum noch zu diesem Zweck eingesetzt. Moxibustion wird eher bei so genannten Kältekrankheiten wie Erschöpfungszuständen, depressiver Stimmung und chronischen Erkrankungen der Atemwege angewendet.

Viele Akupunkturstudien

Viele Anbieter beziehen sich auf die Anwendungsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die über vierzig Krankheiten umfasst. Diese Liste ist allerdings keine Empfehlungsliste der WHO, sondern eine Sammlung von Anwendungsgebieten, die nach Aussage der WHO von den nationalen Gesundheitsbehörden auf ihren sicheren Einsatz hin einzeln überprüft werden müssen. Es liegen zwar viele kontrollierte Akupunkturstudien vor, die sind aber so unterschiedlich angelegt, dass Verallgemeinerungen problematisch sein können. Diese Studien wurden in mehreren systematischen Übersichtsarbeiten zusammengefasst.

Die wohl objektivste Zusammenfassung aller systematischen Übersichtsarbeiten wurde vom Centre for Reviews and Dissemination vorgelegt, einem Forschungszentrum, das der nationalen britischen Gesundheitsbehörde angegliedert ist.

Gegenanzeigen

Akupunktur darf nicht angewendet werden bei schweren neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, bei beeinträchtigter Wahrnehmung von Reizen und Schmerzen an der Haut, wie sie etwa bei der Zuckerkrankheit auftreten, sowie bei Erkrankungen und Schädigungen der Haut im Bereich der Nadelpunkte. Bei Blutgerinnungsstörungen sollte nicht genadelt werden. Ebenso sollte mit Akupunktur vorsichtig umgehen, wer blutgerinnungshemmende Mittel einnimmt, weil es bei der Nadelung zu Blutungen kommen kann, die nur schwer zu stillen sind.

Elektroakupunktur: Elektrostimulierte Nadeln dürfen bei Patienten mit einem Herzschrittmacher, bei Herzrhythmusstörungen, Schockzuständen und Fieber sowie bei Epileptikern nicht angewendet werden.

Moxibustion: Im Gesicht, am Kopf oder in der Nähe von Schleimhäuten darf Moxibustion wegen erhöhter Verbrennungsgefahr nicht angewendet werden. Auch bei Fieber, akuten Infektionen und Entzündungen, bei hohem Blutdruck, Blutungen – auch während der Menstruation – sowie bei übermäßiger Nervosität und Schlaflosigkeit sollte dieses Verfahren nicht eingesetzt werden.

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