KONSUMENT.AT - Akupunktur - Das Konzept von Akupunktur

Akupunktur

Den Schmerz ausstechen

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Konsument 9/2005 veröffentlicht: 19.08.2005

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Das Konzept von Akupunktur

Das der Akupunktur zu Grunde liegende Konzept beruht auf der Bedeutung des „Qi“, das als „universelle Kraft“ oder „Energie“ übersetzt wird.

Nach der chinesischen Philosophie wird Qi durch die polaren Gegensätze Yin und Yang hervorgebracht, die in einem dynamischen Wechselspiel stehen, und wirkt in allen Dingen. Der Körper erhält Qi bei der Geburt und nimmt es durch Atmung und Nahrung auf. Qi fließt durch den Körper, nährt und schützt jedes Organ. An der Körperoberfläche fließt das Qi vom Scheitel bis zur Fußsohle in zwölf paarigen Linien (Meridianen), denen jeweils ein Organfunktionskreis zugeordnet ist

Unterteilung in Meridiane

Auf diesen Meridianen befinden sich mehr als 350 Akupunkturpunkte, über die das Qi beeinflusst werden soll. Die Anzahl der Linien und Punkte beruhte ursprünglich auf Vorstellungen der Zahlenmagie, die den zwölf Monaten und den Tagen des Jahres große Bedeutung beimaß. Später wurde die Zahl der Meridiane um zwei an der Körperoberfläche liegende Bahnen erweitert, die an der Mittellinie der vorderen und hinteren Kopfseite verlaufen, sodass man heute von 14 Leitungsbahnen ausgeht. Außerdem wurden Punkte außerhalb der Meridiane definiert.

Krankheit: Störung im Energiefluss

Die Vorstellungen über das Entstehen von Krankheiten beruhen darauf, dass diese sich unter anderem dann entwickeln, wenn das Wechselspiel von Yin und Yang und dadurch der Fluss des Qi gestört ist und es in der Folge an bestimmten Organsystemen zu einer Unausgewogenheit (Qi-Stau oder Qi-Leere) kommt. Durch Reizung der Akupunkturpunkte soll der Körper dazu angeregt werden, den Energiefluss zu normalisieren und somit Krankheiten zu überwinden.

Unterschiedliche praktische Varianten

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Akupunkturformen, die zwar auf diesem Konzept beruhen, aber erhebliche Unterschiede in der praktischen Durchführung aufweisen. So schwanken die Angaben über Anzahl und Verlauf der Meridiane, die einzelnen Lehrbücher lokalisieren die Punkte an unterschiedlichen Stellen. Die Angaben über die notwendigen Stichtiefen variieren bei verschiedenen Schulen um das Zehnfache.

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