Allergien

Der Feind in meinem Bett

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Konsument 10/2003 veröffentlicht: 26.09.2003

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Dunkel und feucht-warm

Milben, mikroskopisch kleine Spinnentiere, mögen es dunkel und feucht-warm und ernähren sich von Hautschuppen, die wir täglich verlieren. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort ist deshalb das Bett, und das wiederum wird zum Sammelplatz für die Ausscheidungen der Milben. Der Kot trocknet aus, zerfällt in winzigste Teilchen und schwebt als feiner Staub in der Luft, die wir einatmen. Die Folge sind anhaltender Husten- und Niesreiz in der Nacht, Atemnot, verstopfte oder rinnende Nase, rinnende Augen in der Früh. Die Beschwerden treten ganzjährig auf, am schlimmsten sind sie aber während der Heizperiode, weil dann die aufsteigende Warmluft vermehrt Allergene durchs Zimmer wirbelt.

Hauttest mit Überweisung

Ob Sie an einer Hausstaubmilben-Allergie leiden, lässt sich mit einem Hauttest, dem so genannten Pricktest, feststellen. Sie brauchen dafür einen Überweisungsschein für ein Allergieambulatorium. Eine solche Untersuchung ist in jedem Fall ratsam, weil sich aus einem allergischen Schnupfen leicht Asthma entwickeln kann. Nach dem Ergebnis der Allergiediagnostik wird Ihr Arzt die für Sie infrage kommende Therapie auswählen. Mit Medikamenten (Antihistaminika) lassen sich die Beschwerden zwar meist lindern, nicht jedoch deren Ursache beseitigen.

Verursacher meiden

Vorrangig gilt daher, das Allergen zu meiden. Auch wenn das nicht einfach scheint – schließlich gibt es keine Wohnung, kein Haus ohne Milben. In manchen Fällen kann noch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) versucht werden. Indem man dem Organismus das Allergen in langsam steigenden Konzentrationen zuführt (unter die Haut spritzt), soll das Immunsystem dazu gebracht werden, Toleranz anstelle von Abwehrreaktionen zu zeigen.

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Bild: VKI