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Allergien

Neue Waffen gegen rinnende Nasen

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Konsument 3/2009 veröffentlicht: 16.02.2009

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Eigentlich wäre es ja ganz einfach: Geht man den auslösenden Stoffen aus dem Weg, vermeidet man damit das Auftreten von ­allergischen Beschwerden. Ein auf ­ Kiwi Allergischer etwa hat es vergleichs­weise leicht, er kann die Früchte von ­seinem Speiseplan streichen. Symptome ent­wickelnde Katzenliebhaber müssen sich gegebenenfalls von ihrem Haustier trennen oder – sollten sie das gar nicht übers Herz bringen – wenigstens einen möglicher­weise faulen Kompromiss eingehen und den Stubentiger einmal wöchentlich mit einem Spezialshampoo waschen. Pollenallergiker hingegen haben es schwerer, denn um dem krank machenden Blütenstaub vollständig zu entgehen, wäre in der Blütezeit ein ­wochenlanger Aufenthalt im Hochgebirge oder am Meer nötig. Für die meisten aber ist das schlichtweg nicht machbar. Und für einen auf Hausstaubmilben Reagierenden gleicht die sogenannte Allergenkarenz überhaupt dem Versuch des Unmöglichen. Dennoch gibt es auch für sie Maßnahmen, den Kontakt mit den Auslösern zu verringern.

Prof. Aberer:
Die Lebensqualität eines Allergikers lässt sich durch gezielte Allergenkarenz deutlich verbessern. Bereits Schwangere und Eltern von Kindern mit hohem Al­lergierisiko können wirksam vorbeugen. Einer der wichtigsten Schritte ist, auf das ­Rauchen zu verzichten und für eine nikotinfreie Atemluft zu sorgen.

Wirksame Medikamente

Eine Allergie kann vorbeugend und akut behandelt werden. Welches Mittel in welcher Darreichungsform sich im individuellen Fall am besten eignet, hängt davon ab, wo im Körper die Allergie auftritt, wie lange sie dauert und wie stark die Beschwerden sind. Seit langem bewährt haben sich Antihistaminika: Die Wirkstoffe der neueren Generation dieser Medikamentengruppe machen kaum mehr müde. Rechtzeitig ­angewandt können auch Mastzellstabili­satoren eine schwache bis mittelschwere allergische Reaktion unterdrücken. Glukokortikoide (Medikamente mit Kortison) wiederum hemmen in erster Linie die ­Bildung entzündungsfördernder Stoffe. Werden sie aber sehr lange in hoher Dosierung angewandt, können sie Nebenwir­kungen verursachen und die körpereigene Abwehr schwächen. Doch auch hier gilt: Moderne Präparate wirken besser und ­haben deutlich weniger unerwünschte ­Effekte als ältere Produkte.

Prof. Aberer:
Die heute zur Behandlung von Aller­gien zugelassenen Medikamente sind bei rich­tiger Anwendung weitgehend sicher. Der Respekt vor Kortison ist berechtigt, übertriebene Angst jedoch nicht gerechtfertigt.

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