Aloe Vera

Saft ohne Zauberkraft

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Konsument 6/2002 veröffentlicht: 24.05.2002

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Gesundheitsbezogene Angaben sind aus gutem Grund verboten: Der Verbraucher soll nicht im Glauben gelassen werden, er könne durch die Einnahme Krankheiten heilen. Keine der behaupteten Heilwirkungen hält einer wissenschaftlichen Überprüfung stand. In der Fachliteratur lassen sich keine Anhaltspunkte finden. Es gibt zwar eine große Anzahl von Studien, bei denen Aloe-Vera-Präparate zum Einsatz kamen. Doch klinische Studien, die Wirkungen am Menschen bestätigen würden, fehlen zur Gänze. Die unterschwelligen Heilungsversprechungen werden spätestens dann zu einer realen Gefahr, wenn etwa krebskranke Personen davon abgehalten werden, nachweislich wirksame Therapien anzuwenden oder Arzneien einzunehmen.

Strukturvertrieb

Wenn Aloe-Vera-Produkte dann auch noch im Strukturvertrieb vermarktet werden, wie von der besonders eifrigen Firma Forever Living Products, sollten eigentlich alle Alarmglocken schrillen. In Präsentationsveranstaltungen werden neugierige Konsumenten dazu gedrängt, sich als selbstständiger Vertriebspartner zu verdingen und eine Bankvollmacht zu unterschreiben; es gibt keine Möglichkeit, sich über die Produkte näher zu informieren oder Preise zu vergleichen. Abgesehen davon: Der Direktvertrieb von Trinkprodukten oder Kosmetika ist nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung immer noch verboten.

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