KONSUMENT.AT - Alzheimer - Angst, Panik, Marotten

Alzheimer

Weg ins Vergessen

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 30.07.2015

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"Möchte nach Hause"

Der Betroffene kann seinen Alltag nur noch mit fremder Hilfe bewältigen. Er beginnt sich in der Welt fremd zu fühlen. Daher sein noto­risches Verlangen, "nach Hause gehen zu wollen“ – seine eigene Wohnung ist ihm zu fremdem Terrain geworden.

Nach klassischer Einteilung ist dies die Phase der mittelschweren Demenz: Der Betroffene ist im Alltag auf fremde Hilfe angewiesen. In der leichten Demenz kommt er noch alleine zurecht. Der schwer Demente braucht schließlich eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Nicht das Leiden selbst, sondern der Grad der Hilfsbedürftigkeit ist in diesem Klassifikations­system der Krankheitsmarker.

Uhrentest: Bei Demenz haben Menschen Schwierigkeiten, eine vorgegebene Uhrzeit korrekt aufzuzeichnen (Bild: Müller/VKI)

Beim Uhrentest haben Menschen mit Demenz Probleme, eine vorgegebene Uhrzeit korrekt aufzuzeichnen (Bild: Müller/VKI).

Angst, Panik, Marotten

Im späteren Krankheitsverlauf, der schweren Demenz, kommt es häufig zu Verhaltensauffälligkeiten. Der Betroffene kann von Angst und Panik überwältigt werden. Er kann ­Marotten entwickeln. Er kann gegen nächste Angehörige ausfällig werden. Verständlich, dass die mit Schreck und Unverständnis reagieren, mit Trauer und Wut, mit Verzweiflung und Hilflosigkeit.

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