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Beratung bei Augenlaserzentren

Risiko ausgeblendet

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Konsument 8/2007 veröffentlicht: 18.07.2007, aktualisiert: 26.07.2007

Inhalt

Laserverfahren
Die am häufigsten angewendeten Laser-Operationstechniken werden als „Laser in-situ Keratomileusis“ (LASIK), „Laser epitheliale Keratomileusis“ (LASEK) und „Photorefraktive Keratektomie“ (PRK) bezeichnet.

LASIK

Beim LASIK-Verfahren schneidet der Chirurg die obere Hälfte der Hornhaut wie einen Deckel auf und klappt sie zur Seite. Danach wird das Innere der Hornhaut zurechtgeschliffen. Anschließend wird der Hornhautdeckel wieder in die Ausgangsposition gebracht damit die Hornhaut verheilen kann. So lassen sich Weitsichtigkeit bis plus drei Dioptrien, Kurzsichtigkeit bis minus zehn Dioptrien und Astigmatismus von drei Dioptrien korrigieren. Die Stärke der abgetragenen Schicht bestimmt sich nach dem Grad der Fehlsichtigkeit, allerdings muss eine ausreichend dicke Hornhautschicht erhalten bleiben. Die Methode eignet sich für Korrekturen der  Kurzsichtigkeit bis –10 Dioptrien, der Weitsichtigkeit bis –4 und der Hornhautverkrümmung bis –4. Altersweitsichtigkeit kann mit dieser Methode nicht korrigiert werden. In der Regel wird zwei bis fünf Tage nach der Operation ein gutes Sehvermögen erreicht. Durch Wundheilungsvorgänge ist jedoch ein Wiederauftreten der Fehlsichtigkeit nicht auszuschließen. Der Behandlungserfolg kann nicht garantiert werden. Je höher die Dioptrien, desto geringer die Chance, keine Brille mehr tragen zu müssen.

Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen:

  • Trockenheit, Drücken, Brennen und wechselnde Sehqualität
  • Blendung
  • Aufschürfung der obersten Hornhautschicht
  • Falten des Hornhautscheibchens
  • Bei Verwendung der Mikrokeratom können Zellen vom Rand (Epithel) einwachsen und Hornhaut eintrüben
  • Entzündung
  • Infektionen
  • Einblutungen, Netzhautblutungen oder -beschädigungen, Verschluss von Augen- oder Sehnervgefäßen
  • Vorwölbung der Hornhaut
  • Unverträglichkeitsreaktionen
  • nicht korrigierbare Sehverschlechterung bis Verlust der Sehfähigkeit

LASEK

Das modernere LASEK ist die schonendere Methode. Hier wird nur die äußerste, hauchdünne Hornhautschicht mit Alkohol abgelöst, zur Seite gerollt, und anschließend mit dem Laser behandelt. Nach der Behandlung wird die gelöste Epithelschicht wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht und saugt sich von selbst fest. Das Verfahren eignet sich zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis –6 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung bis –3 Dioptrien. LASEK wird angewandt, wenn die Hornhaut besonders dünn ist und anatomische Besonderheiten (wie kleiner Augapfel, sehr kleine Lidspalten) vorliegen. Die Chance nach einer LASEK/EPI-LASIK keine Brille tragen zu müssen liegt bei ca. 95%. Das Eintreten der Altersweitsichtigkeit kann die Operation nicht verhindern. Nach der OP sind Schwankungen des Sehvermögens mit herabgesetzter Sehstärke möglich.  Es ist möglich, dass innerhalb von zwei Jahren nach der Behandlung wieder eine Fehlsichtigkeit auftritt.

Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen:

  • Drücken, Schmerzen, Brennen, Trockenheit
  • Blendung
  • Infektionen
  • Einblutungen, Netzhautblutungen oder -beschädigungen, Verschluss von Augen- oder Sehnervgefäßen
  • Vorwölbung der Hornhaut
  • Unverträglichkeitsreaktionen
  • nicht korrigierbare Sehverschlechterung bis Verlust der Sehfähigkeit

PRK

Bei der PRK-Methode wird unter dem Operationsmikroskop die oberflächliche Hornhautschicht entfernt und danach mit dem Laser eine hauchdünne Schicht der Hornhaut abgetragen. Die Hornhaut verheilt erst nach Wochen bis Monaten endgültig, es kann daher einige Zeit dauern, bis sich die Brechkraft des Auges stabilisiert. In dieser Zeit kann die Sehschärfe schwanken.

Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen sind

  • Schmerzen, Fremdkörpergefühl, Brennen, Tränenfluss oder Trockenheit mit wechselnder Sehqualität in den ersten Tagen
  • Narbenbildung, die innerhalb der ersten Wochen zunimmt, sich dann wieder zurückbildet
  • Herabsetzen des Dämmersehvermögens: Lichthöfe um Lichtquellen
  • Infektionen und Geschwüre: kann zu nicht korrigierbarer Sehverschlechterung bis zum Verlust der Sehfähigkeit führen
  • Verzögerte Heilung
  • Bildverzerrungen oder Doppelbilder
  • Allergien und Überempfindlichkeit

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