Blasenschwäche

Die Muskeln spielen lassen

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

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Selbsthilfe ist möglich

Das Allerwichtigste ist dabei zunächst, ein Gefühl für eine funktionierende Beckenbodenmuskulatur zu bekommen. Dazu bieten sich zwei Möglichkeiten als kleine Vorübung an: Erstens der Versuch, den Harn vor dem Wasserlassen für einige Sekunden zurückzuhalten. Als zweites sollte das Gesäß so zusammengepresst werden, als ob man Blähungen zurückhalten wollte. Beides spannt die Beckenbodenmuskeln an und lässt sie spüren. Darum geht es auch rund um die Muskulatur der Vagina. Ihr willentliches Anspannen ist eines der Ziele der Beckenbodengymnastik.

Wichtig ist, unter fachkundiger Anleitung zu lernen. Denn nur gemeinsam mit der richtigen Atemtechnik kann es auch gelingen. Bei unsachgemäßem Üben wird nur die Bauchmuskulatur stimuliert, aber nicht jene des Beckenbodens.

Verschiedene zusätzliche Therapiegeräte wie Vaginalkone (die der Arzt für zu Hause verschreiben kann) helfen, weiter oder wieder Kontrolle über die so wichtigen weiblichen Regionen zu erhalten: Die Kegel, wie Tampons in die Scheide eingeführt, werden in verschiedenen Gewichtsklassen angeboten: Je nach Stärke der Muskulatur müssen sie, mit der abgerundeten Spitze nach unten, durch reine Muskelanspannung getragen werden. Das anfängliche Gefühl des „Verlierens“ löst eine Nervenreaktion aus, die den Beckenboden veranlasst, sich zusammen zu ziehen. Nach einigen Wochen lernt „frau“, die Beckenbodenmuskeln auch ohne den Gebrauch von Konen anzuspannen.

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