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Cellulitemittel und -geräte

Ernüchternde Bilanz

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Konsument 4/1999 veröffentlicht: 01.04.1999

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Wirkung kaum nachweisbar

So waren die Erwartungen eher bescheiden. Doch nicht einmal die wurden erfüllt. In allen Fällen lautete das vernichtende Urteil: „Keine Auswirkung auf die Cellulite.“ Angesichts der doch happigen Preise ein enttäuschendes Ergebnis. Hinterlistigerweise hatten die Testleiterinnen unter die Produkte auch ein Placebo gemischt. Diese wirkstofffreie Emulsion bekam oft bessere Noten als die „echten“ Cremen. Denn eine positive Wirkung ist den Celluliteprodukten nicht abzusprechen. Die Haut fühlt sich dank regelmäßiger Pflege glatter an. Doch dieser Effekt läßt sich wesentlich preisgünstiger auch mit Bodylotion erreichen.
Ebenso traurig sah es bei den zwei getesteten Geräten aus. Deren Kauf ist völlig überflüssig, zumal der Umgang damit nicht ganz schmerzfrei verläuft. Zwei Probandinnen brachen deshalb den Test mit dem Philips-Gerät vorzeitig ab. Auch dessen Handhabung ließ zu wünschen übrig. Und die Käuferin erfährt nur versteckt in der Gebrauchsanweisung, daß das Gerät sich nicht für stark übergewichtige Frauen eignet. Das frei-öl-Gerät bewirkt zwar, daß die Haut glatter wird. Doch dieser Pflege-Effekt ist auf das gleichzeitig verwendete Öl zurückzuführen.
Ob Gel oder Gerät: Durchblutungsfördernde Mittel können unerwünschte Wirkungen haben. Die Blutgefäße werden erweitert, das ist bei Krampfadern oder Besenreisern nachteilig. Das Entstehen von Thrombosen wird gefördert (siehe „Konsument“ 5/96).