KONSUMENT.AT - Corona-Impfung: FAQ - Wirkung und Nebenwirkungen

Corona-Impfung: FAQ

Zulassung, Wirksamkeit, Impfstoffarten

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KONSUMENT 3/2021 veröffentlicht: 25.01.2021

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Was ist der Grund dafür?

Die Abwehrzellen des Immunsystems reagieren auf die Impfung wie bei einem tatsächlichen „Angriff“. Dieses Anspringen des Immunsystems ist für manche Geimpfte deutlich spürbar. Die vorübergehenden Beschwerden gehören also zur natürlichen Reaktion des Körpers auf die Impfung und verlaufen meist mild. Sie verschwinden für gewöhnlich nach einigen Tagen von selbst.

Wie oft kommt es zu schweren unerwünschten Wirkungen?

Schwere Nebenwirkungen, etwa ein anaphylaktischer Schock (Allergie), treten sehr selten auf. Im Fall der Corona-Impfstoffe wurden pro eine Million Impfungen etwa zehn Fälle von anaphylaktischem Schock beobachtet. Dieser lässt sich gut behandeln. Schwere allergische Reaktionen betrafen bisher fast immer Menschen, die in der Vergangenheit schon einmal allergisch auf Impfungen oder Medikamente reagiert hatten.

Kann es auch längerfristig zu Nachwirkungen kommen?

Auch wenn es dazu noch keine Untersuchungen gibt, sind verzögert auftretende Nebenwirkungen wenig wahrscheinlich. Nach der Corona-Impfung wird der Impfstoff in kürzester Zeit wieder abgebaut. Im Körper bleibt sehr wahrscheinlich nichts zurück, was eine verzögerte Reaktion verursachen könnte. Fachleute sind der Meinung, dass es innerhalb der ersten drei Monate nach der Impfung in sehr seltenen Fällen zu unerwünschten Wirkungen kommen kann und nicht darüber hinaus. Weil sie aber so selten sind, kann es sein, dass sie erstmals auftauchen, wenn der Impfstoff schon lange im Einsatz ist. Deshalb überwachen sowohl die zuständigen Behörden als auch die Herstellerfirmen weiterhin alle gesundheitlichen Probleme von Geimpften, die mit dem Impfstoff in Zusammenhang stehen könnten.

Die neuen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna werden auch als mRNA-Impfstoffe bezeichnet. Was bedeutet das?

Die mRNA-Impfstoffe enthalten nicht das Virus selbst, sondern nur einen kleinen Teil seines genetischen Bauplans. Um das Virus zu bekämpfen, genügt es den Immunzellen, wenn sie sich ein wichtiges Merkmal des Virus einprägen. Im Fall der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna ist dieser genetische Bauplan ein Stück der Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) des Coronavirus. Diese mRNA bildet den genetischen Code für das sogenannte Spike-Protein. Das sind jene „Stacheln“ an der Oberfläche des Coronavirus, die es so unverwechselbar machen. Die Zellen tun mit dem Bauplan für das Corona-Eiweiß das, was sie auch mit körpereigenen Bauplänen dieser Art tun: Sie stellen das Eiweiß (Protein) gemäß der Anleitung her. Die fertigen Corona-Stachel-Proteine geben die Zellen anschließend wieder ins Blut ab. Dort treffen die Corona-Proteine auf die Abwehrzellen des Immunsystems, die sie als fremd erkennen und Abwehrstoffe (Antikörper) bilden. Sowohl die mRNA als auch die Proteine selbst werden von den Körperzellen in kurzer Zeit restlos wieder abgebaut und entsorgt. Es entstehen danach keine weiteren Corona-Proteine mehr und es bleiben im Körper auch keine Viren-Baupläne zurück. Die Corona-Eiweiße selbst können kein COVID-19 auslösen. Es besteht also keine Gefahr, die Erkrankung durch die Impfung zu bekommen. Die Corona-Impfstoffe sind zwar die ersten mRNA-Impfstoffe, die bisher zugelassen wurden, die Forschung zu derartigen Impfstoffen hat allerdings schon vor längerer Zeit begonnen.

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