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Erdbeeren

Das rote Mysterium

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Konsument 3/2003 veröffentlicht: 21.02.2003

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Vorgehensweise bei den Laboruntersuchungen

Wir kauften von Anfang Mai 2001 bis Juni des Vorjahres insgesamt 24 Körbchen Erdbeeren, die zum Großteil aus Spanien stammten, der Rest kam aus Marokko, Deutschland und Österreich. Und wir lagerten sie im Kühlschrank, bis die erste Frucht schimmelig wurde. Das dauerte durchschnittlich 12 Tage. Eine Probe (von Torrefruit aus Spanien) hielt sich einen ganzen Monat lang. Im Labor versuchten wir, hinter das Geheimnis der teilweise verblüffend lange haltbaren roten Beeren zu kommen: Eine Methode, empfindliche Früchte haltbarer zu machen, ist, sie von außen mit Konservierungsmittel zu behandeln. Nur: Solche Oberflächen-Konservierungsmittel wurden nicht entdeckt. Das ist gerade bei jenen Beeren, die am längsten durchgehalten hatten, äußerst verwunderlich. Wir meinen, das kann nicht mit „natürlichen“ Dingen zugehen. Die Ernährungsagentur hat zugesagt, sich dieses Phänomens anzunehmen.

Reifen nicht nach

Auch durch Sortenwahl und Zucht kann man Haltbarkeit und Transportfähigkeit der roten Beeren steigern. Dabei müssen allerdings Kompromisse bezüglich Aroma und Geschmack gemacht werden. Mit den Erdbeeren aus Omas Garten haben die neuen Handelssorten nur mehr wenig gemein. Beeren halten länger, wenn sie unmittelbar nach der Ernte auf 7 Grad gekühlt werden. Sie sollten ohne Unterbrechung der Kühlkette zum Käufer gelangen. Doch eine längere Haltbarkeit als 10 bis 12 Tage ist nicht zu erzielen.