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Erdbeeren

Das rote Mysterium

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Konsument 3/2003 veröffentlicht: 21.02.2003

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Nur eingeschränkt lagerfähig

Um die weite Reise zu den Käufern zu überstehen, müssen die Erdbeeren aufgrund ihrer eingeschränkten Lagerfähigkeit früh geerntet werden. In diesem Stadium sind zwar alle optischen Qualitätsmerkmale wie Farbe oder Größe erreicht. Auch das Fruchtfleisch ist fest genug, um die Erdbeeren tagelang transportieren zu können. Wirklich genussreif sind sie zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht. Jeder weiß, dass unreife Früchte sauer schmecken. Die Süße einer vollreifen Frucht bildet sich erst im letzten Stadium. Die Erdbeere gehört zu jenen Früchten, die nicht mehr nachreifen können. Ganz im Gegensatz zu Apfel oder Banane. Da kann die Qualität während des Transports oder im Lagerhaus noch besser werden. Erdbeeren brauchen, um zu reifen, den Kontakt zur Mutterpflanze. Sonst bleiben sie kulinarisch unterentwickelt. Solche Beeren erkennt man am zu festen Fruchtfleisch, am säuerlichen Geschmack und am fehlenden oder grasigen Geruch. Den vollen Vitamingehalt reifer Früchte erreichen sie nicht. Und er sinkt auch mit jedem Tag, den die Reise dauert.

Pflanzenschutzmittelrückstände

Vier Proben (eine marokkanische und drei spanische) enthielten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, in einem Fall sogar einen ganzen Cocktail daraus. Der jeweilige Grenzwert wurde überschritten, und diese Früchte hätten aus dem Handel genommen werden müssen. Von der EU wurden auf Betreiben Spaniens einige dieser Grenzwerte aber mittlerweile hinaufgesetzt, und nach neuem Recht – das von Österreich erst umgesetzt werden muss – wären sie sogar noch verkehrsfähig. Wirklich einwandfrei war nur ein Viertel aller Proben.