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Fieberthermometer im Test

Schnelle Messer

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 15.10.2008, aktualisiert: 22.10.2008

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17 Thermometer im Test

Die deutsche Stiftung Warentest hat 17 auch in Österreich erhältliche Fieberthermometer sowohl von Laien als auch von medizinischem Fachpersonal testen lassen. Aufgabe der Testpersonen war es, die eigene sowie die Körpertemperatur von Kindern zu messen. Die ermittelten Werte wurden mit jenen eines Referenzthermometers verglichen.

Messergebnis nach einer Sekunde

Im Vergleich mit früheren Tests zeigt sich ein Trend zum schnelleren Messergebnis. Manche Thermometer geben bereits nach einer Sekunde einen genauen Wert an. Entscheidend ist dabei allerdings, wie geschickt man mit ihnen umgeht. Während geübte Krankenschwestern fast immer genaue Messergebnisse erzielten, haperte es bei den Laien hier manchmal.

Kontaktthermometer

Am besten kamen die Anwender mit den Kontaktthermometern zurecht, die im Test alle mit „gut“ abschnitten und zudem relativ günstig sind. Testsieger sind Hartmann Thermoval rapid (6,90 Euro) und Scala SC 37 T (4,10 Euro).

Stirnthermometer

Am meisten Probleme hatten Laien wie Fachkräfte mit dem Stirnthermometer Sanitas. Es gibt aber auch gute Stirnthermometer, etwa Wick W-977F oder Carerra Temp Senso. Bei diesen Geräten ermittelt ein Infrarotsensor die Stirntemperatur und errechnet die Körperkerntemperatur.

Ohrthermometer

Auch Ohrthermometer sind mit einem Infrarotsensor ausgestattet. Sie messen die Wärmestrahlung des Trommelfells. Das Ergebnis liegt meist schon nach ein bis fünf Sekunden vor. Im Test schnitt das Gerät von Braun unter den Ohrthermometern am besten ab. Ihr Nachteil: Die richtige Messposition ist für Laien nicht einfach zu erkennen. Deshalb fielen ihre Messergebnisse meist weniger genau aus als die Resultate der Fachkraft. Mit dem Thermometer von Beurer fiel es vor allem den Eltern schwer, bei ihren Kindern die richtige Temperatur zu ermitteln. Kinderärzte raten überhaupt davon ab, bei Säuglingen unter sechs Monaten Ohrthermometer zu benutzen, da ihr Gehörgang noch zu eng ist. Verzichten sollte man auf derartige Geräte auch bei Patienten, die an einer Ohrentzündung leiden. Die Erkrankung führt zu überhöhten Werten. Zudem besteht das Risiko, Keime zu verschleppen.

Kombinierte Ohr-/Stirnthermometer

Neben reinen Ohrthermometern sind auch Kombinationsgeräte im Handel. Diese lassen sich vom Ohr- zum Stirnthermometer umrüsten. Gute Modelle sind Dittmann DX 6635, Medisana FTD und Scala SC 53 TM.

Infrarot- und Diodenthermometer

Berührungslos misst dank Infrarottechnik das Tecnimed ThermoFocus. Das Gerät wird vor die Stirn gehalten, ein Lichtpunkt zeigt die richtige Position an. Nach zwei Sekunden ist das Ergebnis abzulesen. Mit knapp 70 Euro ist das berührungslose Thermometer allerdings teuer und erreichte zudem nur eine durchschnittliche Bewertung. Ausschlaggebend hierfür waren die schlechteren Messergebnisse bei Kindern. Wesentlich besser schneidet das kleinste, leichteste und günstigste Thermometer im Test ab. Beim NexTemp Oral-Thermometer zeigen speziell präparierte Dioden auf einem Kunststoffstreifen die Temperatur durch Farbveränderung an.

Egal welches Thermometer man verwendet: Nach jedem Gebrauch sollte man es mit einem feuchten Tuch bzw. einem Wattestäbchen reinigen. Schweiß oder Ohrenschmalz auf den Mess-Sensoren sind unhygienisch und können das Messergebnis verfälschen.

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