Frühjahrsmüdigkeit

Einfach so schlapp ...

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Konsument 3/2006 veröffentlicht: 20.02.2006

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„Glückshormon“-Mangel

Frühjahrsmüden mangelt es vor allem am „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin. Der für die Stimmungsregulation verantwortliche Botenstoff wird im Gehirn gebildet und dabei ist Tageslicht nötig. Während der kurzen Wintertage gehen die Serotonin-Reserven zur Neige. Im Frühjahr springt die Produktion dann wieder an. Parallel dazu drosselt der Organismus die Produktion des „Winterhormons“ Melatonin, das dem Körper Ruhe und Schlaf signalisiert.

Sauerstoffmangel macht müde

In der Übergangszeit gerät das Wechselspiel der beiden Botenstoffe aus der Balance. Dass uns zum Gähnen zumute ist, hängt aber auch mit einseitiger und fettreicher Ernährung, zu wenig Bewegung und einem durch häufige Erkältungen geschwächten Organismus zusammen. In den Zellen und im Blut mangelt es vor allem an Vitamin C, Vitamin D, Magnesium und Zink. Die Muskeln sind schlechter durchblutet, der resultierende Sauerstoffmangel macht müde. Der Körper fordert seine Verschnaufpausen, egal ob es uns gerade passt oder nicht.

Dem Körper geben, was er verlangt

Dennoch besteht kein Grund, sich einfach in das Schicksal „Frühjahrsmüdigkeit“ zu ergeben. Um wieder in Schwung zu kommen und den Frühling genießen zu können, muss dem Körper nur zugestanden werden, was er verlangt. Los geht es schon morgens im Bett. Wenn der Wecker klingelt und uns bleierne Müdigkeit befällt, gönnen wir uns noch ein paar Minuten unter der warmen Decke. Allerdings nicht um faul zu dösen.

Streck- und Dehnübungen helfen

Streck- und Dehnübungen, bei denen abwechselnd Arme und Beine angewinkelt, die Fäuste geballt und die Zehen gestreckt werden, erleichtern das Aufstehen. Das Aufwachprogramm geht mit Wechselduschen weiter, dabei sollte ein kalter Guss den Abschluss bilden.

Obst auf den Frühstückstisch

Auf den Frühjahrs-Frühstückstisch gehört auf jeden Fall frisches Obst oder ein Gläschen frisch gepresster Orangensaft. Tagsüber empfehlen sich kleine Zwischenmahlzeiten aus vitaminreichem Obst, Salaten oder Gemüse, dazu viel Mineralwasser, Saft oder Kräutertee.

Muntermacher wirken weniger

Angebliche Aufputschmittel wie Kaffee, schwarzer Tee oder gar ein Gläschen Sekt wirken dagegen nicht als Muntermacher. Ausdrücklich erlaubt ist – sofern in Maßen genossen – auch ein Stückchen Schokolade oder anderes Naschwerk. Der Genuss von Süßigkeiten lässt den Serotoninspiegel ansteigen, genauso wie bunte Farben. Ein Blumenstrauß in der Wohnung und bunte Kleidung kann deshalb ebenfalls das Wohlbefinden fördern.

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