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Gesund leben: Dreimonatskoliken bei Babys

Stundenlanges Schreien

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Konsument 11/2005 veröffentlicht: 17.10.2005, aktualisiert: 31.10.2005

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Keine blähende Speisen

Solange die Mutter stillt, sollte sie auf blähende Speisen wie Zwiebel und Kohl verzichten. Fläschchen sollten möglichst senkrecht gehalten werden, damit nicht zu viel Luft geschluckt wird. Die Milchflasche kann anstatt mit abgekochtem Wasser mit Fenchel- oder Kümmelsamentee gemacht werden. Geben Sie häufiger kleinere Mengen. Nachher das Baby aufnehmen und über die Schulter legen – das erleichtert das „Bäuerchen“. Um Blähungen zu lösen ist auch die „Fliegerhaltung“ günstig, wobei das Baby mit dem Bauch der Länge nach auf dem Unterarm des Erwachsenen liegt.

Entspannung auch durch Wärme

Wärme wirkt entspannend: Eine – nicht zu warme! – Wärmflasche unter das Bäuchlein schieben oder ein gewärmtes Kirschkernkissen auflegen; warme Wickel machen oder ein warmes Bad, bei dem man den Bauch des Babys behutsam kreisförmig massiert. Beim Wickeln kann man die Beinchen mit gebeugten Knien mehrmals sanft gegen den Leib drücken oder „Rad fahren“.

Manchmal aber greift keine dieser Maßnahmen. Achtung: Niemals das Baby schütteln, das kann zu Hirnblutungen und lebenslangen Behinderungen führen. Wenn Sie das Schreien nicht mehr ertragen, verlassen Sie kurz den Raum, um sich zu sammeln.

Es gibt keine wirksame Behandlung

Eine wirksame Behandlung gibt es nicht, Koliken sind keine Krankheit. Bei stärkeren Blähungen helfen Tropfen mit Dimeticon. Nur wenn eine Kuhmilch-Unverträglichkeit – sie ist sehr selten – nachgewiesen ist, sollten stillende Mutter und Baby in der problematischen Zeit auf Kuhmilchprodukte verzichten.

Wenn sich Eltern mit der Situation überlastet fühlen, sollten sie dies mit dem Arzt oder einem Psychotherapeuten besprechen. In manchen Krankenhäusern gibt es auch eigene Schreiambulanzen, in denen Eltern sich beraten lassen können.

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