KONSUMENT.AT - Gesund Leben: Sehstress - Gesund Leben: Sehstress

Gesund Leben: Sehstress

Einseitige Belastung und Überanstrengung

Seite 2 von 3

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 7/2005 veröffentlicht: 22.06.2005

Inhalt

Selbsthilfe

Gelassenheit ermöglicht einen passiveren Sehstil und strengt die Augen weniger an.

Erlauben Sie sich Muße. Erlernen Sie eine Entspannungstechnik, oder besuchen Sie einen Kurs in Atemtraining. Eine „Augengymnastik“ dagegen ist nicht empfehlenswert, sie kann bei Kurzsichtigen mit mehr als sechs Dioptrien das Risiko einer Netzhautablösung erhöhen. Sorgen Sie bei jeder Tätigkeit für ausreichende Beleuchtung und bequeme Körperhaltung: Lichtquelle hinter der Schulter, Blendung vermeiden. Bei Fein- und Bildschirmarbeit muss eine Fehlsichtigkeit möglichst genau mit Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Messen Sie selbst den Abstand zum Computer aus, und lassen Sie sich vom Augenarzt für genau dieses Maß eine Arbeitsbrille verordnen. So vermeiden Sie eine Stresshaltung, die zu Verspannungen der Schultern, des Nackens und der Kopfmuskeln führt. Legen Sie bei konzentrierter Arbeit häufiger Pausen ein, um die Augen zu schließen.

Mal abschalten...

Blinzeln Sie öfter mal, und fixieren Sie dann einen weit entfernten Punkt, oder schauen Sie beim Fenster hinaus ins Grüne. Brillenträger entspannt es, die Brille beim Lesen abzusetzen (nicht bei Alterssichtigkeit). Bei müden Augen: Legen Sie sich nieder, bedecken Sie die Augen für eine Viertelstunde mit den Handflächen oder einem angewärmten Tuch. Massieren Sie mit den Fingerspitzen mit Druck Augenbrauen und Nasenwurzel. Ein Aufenthalt im Freien wirkt auf die Augen wie eine Kur: weniger Zigarettenrauch, weniger Reizstoffe. Das Gebläse im Auto, Staub und Wind aber strapazieren sie – eine Brille schützt. Bei brennenden Augen helfen „künstliche Tränen“ (Filmbildner) aus der Apotheke. Enthalten sie Konservierungsstoffe, können sie das Auge aber zusätzlich reizen. Mittel ohne Konservierung sind allerdings teurer.

Sonnenbrillen gegen UV-Strahlung

Wer sich jetzt im Sommer dazu verleiten lässt, über die Wasserfläche von See und Meer zu blicken oder im Gebirge das Sonnenlicht zu genießen, riskiert Schäden an der Netzhaut. Tragen Sie im Freien deshalb eine schützende Sonnenbrille mit brauner oder grauer Tönung. Die DIN-Nummer 58217 garantiert, dass die Sonnenbrille die UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht filtert. Lassen Sie den UV-Schutz durch Ihren Optiker nachmessen. Vor allem Kinder unter zwei Jahren sollten unbedingt gute Sonnenbrillen tragen.

Ärztliche Beratung: Dr. Erika Trappl

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
2 Stimmen
Weiterlesen