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Heilpraktiker-Ausbildung

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Durch Warnung aufgeschreckt. Im heurigen Frühjahr jedoch hörte Frau Koller, dass es mit der Praxis als Naturheiler nicht so einfach werden würde. Eine Freundin hatte da etwas in einer Zeitung gelesen... – das klang gar nicht gut. Frau Koller sah ihre Karriere mit „hohem Einkommen und Arzt-ähnlichem Sozialprestige“ (so der Werbetext der Deutschen Paracelsus-Schulen) in Gefahr und erkundigte sich im Wiener „Konsument“-Info Center. Auch wir raten von dieser Ausbildung ab. Aber wir konnten Frau Koller leider nur auf den Rechtsweg verweisen. Sie muss um ihr Geld prozessieren.

Zahllose Geschädigte. So wie Frau Koller geht es vielen anderen „Paracelsus“-Schülern. Derzeit bereitet die Arbeiterkammer Steiermark einen Musterprozess vor. Die Rechtslage ist klar: Schon 1997 hatte ein unabhängiger Verwaltungssenat entschieden, dass es korrekt ist, wenn der österreichische Gesetzgeber die heilende Tätigkeit den Ärzten vorbehält. Dies widerspricht auch nicht dem EU-Recht.

Somit stehen die Chancen gut, dass die Geschädigten vom Gericht Recht bekommen. Doch die Deutschen Paracelsus-Schulen treten in Österreich nicht als selbstständige Firma auf. Daher könnte es sein, dass die getäuschten Konsumenten zwar den Prozess gewinnen, aber letztlich kein Geld sehen.

Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

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