KONSUMENT.AT - Hörgeräte Spezial - Individuelle Bedürfnisse

Hörgeräte Spezial

Der Weg zum Hörgerät

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 13.04.2010

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Abklärung der individuellen Bedürfnisse

Wichtig: Damit das Gerät auch getragen wird und nicht im Nachtkastl verstaubt, ist eine Abklärung der individuellen Hörbedürfnisse durch den Akustiker unverzichtbar. Dazu sollte man sich Zeit nehmen.

Da der Akustiker im Rahmen einer Hörgeräteversorgung und während der gesamten Tragedauer regelmäßig aufgesucht werden muss, ist die Wahl eines wohnortnahen oder leicht erreichbaren Betriebes ratsam.

Zunächst gilt es abzuklären, in welchem sozialen Umfeld sich der Kunde bewegt, ob er berufstätig ist und welchen Hobbys er nachgeht. Nur so kann ein passendes Gerät gefunden werden, das auch benutzt wird. Denn ein Hörgerät sollte gleich nach der Morgentoilette eingesetzt und tagsüber immer getragen werden.

Da der Verlust des Gehörs ein schleichender Prozess war, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckte, muss man sich an die neue Hörsituation erst wieder gewöhnen. Das funktioniert nicht, wenn das Gerät nur zu bestimmten Anlässen getragen wird.

Aufklärung durch den Hörgeräteakustiker

Im Anschluss an die Untersuchung sollte eine detaillierte Beratung über die verschiedenen Hörgerätetypen erfolgen. Wichtig ist die Aufklärung über die technischen Ausstattungsmerkmale. Der Kunde sollte eine Ahnung davon bekommen, was es mit Begriffen wie Kanal, Programm oder etwa Rückkopplungsmanagement auf sich hat.

Er sollte darüber informiert werden, mit welchen finanziellen Belastungen zu rechnen ist, falls er eine Zusatzausstattung wünscht, die nicht im Tarifgerät enthalten ist. Schließlich sollten Akustiker und Kunde gemeinsam entscheiden, welches Hörgerät am ehesten infrage kommt.

Offene oder geschlossene Versorgung

Bei einer offenen Versorgung mit einem sogenannten Schirmchen (siehe Hörgerätetypen) ist eine sofortige Anpassung möglich – diese ist jedoch nicht für alle Hörschäden geeignet (z.B. nicht bei einem Tieftonverlust).

Wird eine teilweise geschlossene Versorgung gewählt, muss zunächst ein Abdruck des jeweiligen Gehörgangs erstellt werden. Das ist notwendig, um das für jedes Ohr maßgefertigte Kunststoffelement des Hörsystems (Otoplastik) herzustellen.

Für den Abdruck wird eine silikonartige Masse in den Gehörgang eingebracht und nach kurzer Aushärtezeit entnommen. Die Otoplastik selbst wird dann aus Acryl oder einem gleichwertigen Kunststoff gegossen. Der Fertigungsprozess dauert in der Regel eine Woche bis zehn Tage.

 

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Kommentare

  • Hörgerätebatterien
    von Toxy am 26.09.2016 um 09:36
    Das wäre auch einmal ein Thema, vor allem die Preise und die tatsächlichen, messbaren Unterschiede. Meine subjektive Erfahrung: Preise von 1,99 pro 6er-Pack (Internetversand, no-name) bis 10,- (Supermarkt, Markenbatterie). Unterschiede: KEINE! MfG Christof Waas