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Hörgeräte Spezial

Der Weg zum Hörgerät

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 13.04.2010

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Hörgerätetypen: Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO)

Diese Hörgeräte werden „hinter dem Ohr“ getragen. Zusätzlich zum eigentlichen Hörgerät wird eine nach Maß angefertigte Otoplastik (Ohrpassstück) mit einem Schallschlauch benötigt.

Da bei HdO-Geräten mehr Platz für die Elektronik zur Verfügung steht, ist die Bandbreite an technischen Optionen umfangreicher als bei IdO-Modellen. Dank des größeren Abstandes zwischen Hörgerätemikrofon und Schallaustritt (nahe am Trommelfell) ist eine größere Verstärkung der Lautstärke ohne Rückkopplungseffekt möglich.

Bei leichten Hörschäden besteht die Möglichkeit, den Gehörgang weitgehend offen zu halten. Dazu wird beispielsweise anstatt einer herkömmlichen Otoplastik ein kleines „Schirmchen“ in den Gehörgang eingesetzt. Die offene Versorgung ist jedoch nur dann möglich, wenn der Tieftonbereich kaum vom Hörverlust betroffen ist.

Eine offene Versorgung bringt prinzipiell ein angenehmeres Hörgefühl, sie ist daher möglichst anzustreben. Nachteil: Durch die Schallschlauchleitung können äußerst störende Resonanzen auftreten (wie wenn man durch einen Gartenschlauch spricht).

Man unterscheidet drei verschiedene HdO-Typen:
 

Standard-HdO

Zusätzlich zum eigentlichen Hörgerät wird eine nach Maß angefertigte Otoplastik (Ohrpassstück) mit einem Schallschlauch benötigt.

 Bild: VKI/E.Haberl

 

Mini/Slim Tube

Derartige Modelle verfügen über extrem dünne Schallschläuche und ermöglichen eine besonders unauffällige kosmetische Hörgeräteversorgung. Aufgrund von Schallreflexionen bei besonders gekrümmten Gehörgängen ist jedoch in manchen Fällen keine rückkopplungsfreie Anpassung möglich. Dann kann die Anfertigung einer Maßotoplastik mit definierter Zusatzbohrung sinnvoll sein.
 

Bild: VKI/E.Haberl

 

HdO mit externem Hörer

Anstelle des dünnen Schlauches wird ein dünner Draht – also ein elektrisches Kabel – verwendet und der Hörer (Lautsprecher) des Hörgerätes an das Ende des Schallaustritts ausgelagert. Bei dieser Technik können keine Schlauchresonanzen auftreten. Der im Ohr sitzende Hörer wird in den meisten Fällen in eine maßgefertigte Otoplastik eingearbeitet, dadurch werden Rückkopplungseffekte minimiert. Somit kommt diese Versorgung auch bei stärkeren Hörverlusten infrage.
 

Bild: VKI/E.Haberl

 

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Kommentare

  • Hörgerätebatterien
    von Toxy am 26.09.2016 um 09:36
    Das wäre auch einmal ein Thema, vor allem die Preise und die tatsächlichen, messbaren Unterschiede. Meine subjektive Erfahrung: Preise von 1,99 pro 6er-Pack (Internetversand, no-name) bis 10,- (Supermarkt, Markenbatterie). Unterschiede: KEINE! MfG Christof Waas