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Hörgeräte Spezial

Der Weg zum Hörgerät

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 13.04.2010

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Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit tritt vor allem ab dem 50. Lebensjahr auf, man spricht deshalb auch von Altersschwerhörigkeit. Ursache ist eine genetisch bedingt begrenzte Lebensdauer der Gehörzellen. Zudem treten Gefäßverkalkung und Durchblutungsstörungen auf.

Anfangs sind meist nur hohe Frequenzen betroffen, deshalb verläuft die Erkrankung häufig über längere Zeit unbemerkt. Meistens sind beide Ohren betroffen, in der Regel entwickelt sich die Schwerhörigkeit jedoch unterschiedlich rasch.

Nicht nur im Alter

Der Verlust der Hörfähigkeit ist jedoch nicht nur ein Altersphänomen. Auch Lärmbelastung (Maschinen, Verkehr, laute Musik), Diabetes, Komplikationen im Zuge einer Mittelohrentzündung, verschiedene Infektionskrankheiten (z.B. Mumps, Masern, Herpes, Borreliose), ein Hörsturz aufgrund von Durchblutungsstörungen des Innenohrs, Medikamente oder ein Knalltrauma können Hörschäden bis zur Taubheit verursachen.

Gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind in letzter Zeit aufgrund von Lärmbelastungen (z.B. laute Musik über Kopfhörer) vermehrt von Schwerhörigkeit betroffen.

Besteht der Verdacht auf eine Schwerhörigkeit, sollte umgehend ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden – sei es, um eine behandelbare Ursache zu therapieren oder aber, um rechtzeitig eine Hörgeräteversorgung einzuleiten, die in den meisten Fällen umso schwieriger wird, je später sie erfolgt.

Drei Arten von Schwerhörigkeit

Grundsätzlich wird unterscheiden zwischen:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit: Hier liegt eine Störung im äußeren bzw. mittleren Ohr vor. Schallsignale werden leiser wahrgenommen; die Qualität des Gehörten ist kaum beeinträchtigt. Das Hörvermögen lässt sich oft durch eine Operation wiederherstellen. Manchmal ist jedoch ein Hörgerät erforderlich.
     
  • Schallempfindungsschwerhörigkeit: Diese beruht auf einem Schaden im Innenohr bzw. im Bereich des Hörnervs. Diese Störung ist nicht operabel und auch mit technischen Hilfen schwer auszugleichen. Symptome sind eine veränderte Wahrnehmung der Sprache hinsichtlich Aufbau, Klangbild und Qualität. Hohe Frequenzen können dabei meistens gar nicht oder nur teilweise wahrgenommen werden. Darüber hinaus besteht oft eine ausgeprägte Lärmempfindlichkeit. Die Schmerzschwelle liegt dann z.B. bei 80 bis 100 Dezibel. Zum Vergleich: Menschen ohne Hörbeeinträchtigung empfinden erst Lautstärken ab zirka 120 Dezibel als schmerzhaft.
     
  • Kombinierte Schwerhörigkeit: Hier tritt zusätzlich zu einer Schallleitungsstörung auch eine Schallempfindungsstörung auf.

 

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Kommentare

  • Hörgerätebatterien
    von Toxy am 26.09.2016 um 09:36
    Das wäre auch einmal ein Thema, vor allem die Preise und die tatsächlichen, messbaren Unterschiede. Meine subjektive Erfahrung: Preise von 1,99 pro 6er-Pack (Internetversand, no-name) bis 10,- (Supermarkt, Markenbatterie). Unterschiede: KEINE! MfG Christof Waas