Hörgeräte: Verordnung durch HNO-Arzt

Ganz Ohr

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KONSUMENT 7/2015 veröffentlicht: 26.06.2015

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Ältere Menschen sind häufig auf ein Hörgerät angewiesen. Als Basis für die Anpassung dient die Verordnung vom Arzt. Wir haben 18 HNO-Fach­ärztinnen und -ärzte in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich unter die Lupe genommen, mit ansprechendem Ergebnis.

In unserem Test HNO-Ärzte und Hörgeräteverordnung haben wir folgende Ärzte besucht:

  • Dr. Behawy Elena, Scheibbs
  • Dr. Burkert Theodor, Bruck/Mur
  • Dr. Csernay Arpad, Wr. Neustadt
  • Dr. Feichtinger Christina, Baden
  • Dr. Felbinger Michael, Mürzzuschlag
  • Dr. Fichtenbauer Helga, Krems
  • Dr. Fischer Friedrich, Korneuburg
  • Dr. Glantschnig Rüdiger, St. Veit/Glan
  • Dr. Glanzer Sieghard, Spittal an der Drau
  • Dr. Hafner Gert, 9020 Klagenfurt
  • Dr. Kuchler Wolfgang,Graz
  • Dr. Lothaller Robert, Horn
  • Dr. Markitz Michael, Wolfsberg
  • Dr. Nahler Alexander, Schwechat
  • Dr. Noe Hubert, Fürstenfeld
  • Dr. Rainer Karin, Feldbach,
  • Dr. Rieglhofer Peter, Waidhofen/Ybbs
  • Dr. Tomschik Gernot, Hartberg

In der Testtabelle finden Sie: Testurteil, telefonischer Erstkontakt, Konsultation, Anamnese, Untersuchung, Audiometrie, persönlicher Gesamteindruck, Bewertung des Audiogramms durch Experten. Dieser Test entstand in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. - Lesen Sie hier unseren Testbericht:


Lärm ist weit mehr als nur ein Ärgernis. ­Studien belegen, dass ein dauerhaft hoher Geräuschpegel unsere Gesundheit massiv schädigen kann. So haben Menschen, die ständiger Lärmbelastung ausgesetzt sind, ­unter anderem ein deutlich erhöhtes Herz­infarktrisiko. Haupt­quelle der Lärmemissionen ist mit Abstand der Straßenverkehr. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, ob wir den Lärm als störend empfinden oder nicht.

Sogar im Schlaf registriert unser Gehirn Schallsignale. Auch an unserem Gehör geht der Krach nicht ­spurlos vorbei. Er kann zur Minderung des Hörvermögens führen. Weitere Ursachen einer Hörstörung sind Ohrentzündungen oder ein Hörsturz. In den meisten Fällen ist Schwer­hörigkeit ­jedoch ­eine Alterserscheinung.

Schwerhörigkeit

Grundsätzlich wird zwischen der Schall­leitungs­schwerhörigkeit und der Schallempfindungsschwerhörigkeit unterschieden. Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit wird die Weiterleitung der Schallwellen im Außen- oder Mittelohr verzerrt bzw. behindert. Hohe und tiefe Töne können erst ab einer bestimmten Lautstärke gehört werden, gesprochene Worte sind jedoch noch gut verständlich. Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit ist entweder das Hörorgan im Innenohr oder der Hörnerv geschädigt. Schallsignale können dann nicht mehr einwandfrei in das Hörsystem des Gehirns gelangen. Die Störung kann dabei auch im Gehirn liegen.

Rechtzeitig zum Arzt

Altersschwerhörigkeit sowie durch Lärm ­verursachte Schwerhörigkeit sind typische Schallempfindungsstörungen. Hier ist häufig das Vermögen beeinträchtigt, hohe, leise ­Töne wahrzunehmen; gleichzeitig ­verändert sich das Lautstärkeempfinden. ­Betroffene haben Probleme, Gesprochenes richtig zu verstehen, Hintergrundgeräusche werden als störend empfunden. Besonders negativ wirkt sich das auf Gespräche in der Gruppe aus.

Hörverlust entwickelt sich schleichend

Ein Hörverlust entwickelt sich in der Regel schleichend und wird erst spät bemerkt. ­Hinzu kommt, dass erste Anzeichen aus Scham verdrängt werden. Das ist insofern problematisch, als sich Schwerhörigkeit auch auf das soziale Leben der Betroffenen auswirkt und sich zu einer großen psychischen Belastung entwickeln kann. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig auf eine Hörminderung zu reagieren und sich beim HNO-Facharzt unter­suchen zu lassen.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Dr. Markitz Michael , Dr. Hafner Gert , Dr. Glanzer Sieghard, Dr. Glantschnig Rüdiger , Dr. Fichtenbauer Helga , Dr. Feichtinger Christina, Dr. Lothaller Robert , Dr. Behawy Elena , Dr. Nahler Alexander , Dr. Rieglhofer Peter , Dr. Csernay Arpad , Dr. Fischer Friedrich , Dr. Tomschik Gernot , Dr. Kuchler Wolfgang , Dr. Noe Hubert , Dr. Rainer Karin , Dr. Felbinger Michael , Dr. Burkert Theodor

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Kommentare

  • Kehlkopfspiegelung versus Hörgeräte-Verordnung
    von rainerkarin am 02.07.2015 um 22:48
    Erstaunlich, dass eine HNO-FÄ als "gut" bewertet wurde, weil sie sowohl Mundhöhle als auch Kehlkopf untersuchte, eine Hörprüfung aber eindeutig falsch interpretierte, nur eine leichte Schwerhörikgeit diagnostizierte und kein HG verordnete. Was war das Ziel der Studie? Veraltete Untersuchungsmethoden, die bei der HG-Verordnung absolut irrelevant sind (Stimmgabel, Hörweitenbestimmung) sowie Untersuchungen von Regionen, die ebenfalls keinen Zusammenhang mit einer HG-Verodnung haben, einzufordern, ev. ausführliche Aufklärungen bezügl. HG-Versorgung ..... aber nicht zu honorieren. Kein Wunder, dass viele HG schubladisiert werden.
  • Kehlkopf-Untersuchung
    von Kürsten am 26.06.2015 um 18:27
    Kann mir mal jemand vom Test-Team erklären, warum Sie bei der Beurteilung der Hörgeräte-Verordnung die fehlende Kehlkopfuntersuchung kritisieren? Zur verbotenen Empfehlung von guten Akustikern: ich weiß, das ist so vorgeschrieben, aber sinnvoll ist nur, dass die Empfehlung von Akustikern nicht mit Geld belohnt werden darf. Ich halte es für einen großen Nachteil, Patienten keine Empfehlung geben zu dürfen. Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus und der Architekt darf Ihnen nicht sagen, welcher Elektriker, Installateur etc. besonders gut arbeitet. Ich würde mich darüber nicht freuen.
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