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Impfungen

Riskanter Irrglaube

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Konsument 10/2001 veröffentlicht: 01.10.2001

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Gefahr durch Masern

Die WHO hat sich das Ziel gesteckt, bis 2007 die Masern in Europa auszurotten. Tschechien und Finnland – wie auch die USA – sind bereits frei vom Masern-Virus, doch impfmüde Nationen tragen dazu bei, das WHO-Ziel zu verfehlen, auch Österreich: Lediglich zwei Drittel der Kinder sind gegen die hochinfektiöse Krankheit geimpft. In Österreich erkrankten zwischen 1993 und 1997 rund 30.000 Menschen an Masern.

Wenn auch in den letzten Jahren die Zahl der Erkrankungen geringer geworden ist, kann dies die Ruhe vor dem Sturm bedeuten. Prof. Dr. Ingomar Mutz, Leiter der Impfkommission des Obersten Sanitätsrates, warnt: „Auch wenn 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, kann es zu einem Neuaufflackern der Masern kommen.“ Im statistischen Mittel kommt es bei einem von 1000 bis 2000 Erkrankten zu einer Gehirnhautentzündung, die einen Gehirnschaden oder gar den Tod zur Folge haben kann. Ärzte sind verpflichtet, über diese Gefahren aufzuklären.

Von Impfung abgeraten: Hirnschaden

In Großbritannien wurde 1996 ein Arzt zur Zahlung von 825.000 Pfund (etwa 18 Millionen Schilling) verurteilt, weil er von der Impfung gegen Masern abgeraten hatte: Das Kind hatte nach einer Masernerkrankung einen schweren, bleibenden Hirnschaden erlitten.

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