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Impfungen

Riskanter Irrglaube

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Konsument 10/2001 veröffentlicht: 01.10.2001

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Impfschäden das kleinere Risiko

Tausendfach geringer ist dagegen das Risiko, durch die Masern-Impfung eine ernsthafte neurologische Schädigung zu erleiden: Es liegt bei eins zu einer Million, das hat für Deutschland das zuständige Robert-Koch-Institut errechnet. Bedauerlich ist, dass es in Österreich kein zentrales „Impfregister“ gibt, da Impfungen bei uns hauptsächlich von niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden. Wenn unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, werden diese jedoch dem Gesundheitsministerium gemeldet, um rasch auf problematische Impfstoffe reagieren zu können.

Beim Bundessozialamt melden

Vermutete Impfschäden kann man bei den Bundessozialämtern melden, eine Verjährung gibt es dabei nicht. Ob eine Beeinträchtigung tatsächlich durch eine Impfung ausgelöst worden ist, ist aber sehr schwer nachzuweisen: Was zeitlich zusammenfällt, muss nicht zwangläufig als Ursache und Wirkung zusammenhängen.

Impfempfehlungen angepasst

Die Impfempfehlungen werden von der Impfkommission des Obersten Sanitätsrats jedes Jahr den neuesten Erkenntnissen angepasst. Wenn jemand durch eine empfohlene Impfung zu Schaden gekommen ist, kommt der Staat für alle Kosten von Medizin und Rehabilitation auf. Und er gewährt Geschädigten sowie Hinterbliebenen eine Rente. Derzeit beziehen insgesamt 69 Personen Renten nach Impfschaden: Überwiegend sind es länger zurückliegende Fälle in der Pocken- und Tuberkuloseimpfung. Beide Impfungen sind heute nicht mehr nötig. In letzter Zeit ist pro Jahr in ganz Österreich nur ein Fall von Impfschädigung registriert worden. Die Impfrisiken werden also immer geringer, umso mehr wird die Angst geschürt.

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