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Infrarotkabinen

Heiße Luft

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Konsument 12/2002 veröffentlicht: 22.11.2002

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Die „besondere“ Wärmewirkung

Grund für diese wundersamen angeblichen Effekte ist laut Anbietern die besondere Wärmewirkung der in den Kabinen erzeugten Infrarotstrahlen. Für den privaten Gebrauch sind dabei im Wesentlichen zwei Systeme im Handel:

Zwei Systeme

Das eine erzeugt die Strahlen durch großflächig angebrachte Niedertemperatur-Wärmequellen, das andere arbeitet mit einer oder mehreren Strahlern, Eisen- oder Quarzstäben als Strahlungsquellen, die auf etwa 400 Grad Celsius erhitzt werden, wobei die Strahlen über Reflektoren in der Kabine verteilt werden.

"Erhöhte Eindringstiefe"

Aus physikalischer Sicht ist unbestritten, dass die direkte Strahlungswärme Körper auf andere, „direktere“ Weise erhitzt als temperierte Luft, die ja auch erst einmal durch Wärmestrahlung aufgeheizt wird. Doch die besondere Wirkung der in den Infrarotkabinen erzeugten Wärmestrahlung auf den menschlichen Körper, insbesondere die häufig angepriesene „erhöhte Eindringtiefe“ der Strahlung, wurde zwar untersucht, konnte aber wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

"Schwächere" Infrarot-C-Strahlen

Grund dafür ist, dass die in den Kabinen auftretenden Strahlen zum allergrößten Teil „schwächere“, nämlich langwellige Infrarot-C-Strahlen sind, die bereits von der äußeren Hautschicht aufgenommen werden. Infrarotstrahlen werden grundsätzlich von allen Körpern ausgesandt, das kann der menschliche Körper sein, ein (Sauna-)Ofen, ein Zentralheizungskörper. Die „Intensität“ der Strahlung ist dabei abhängig von Temperatur und Größe der Strahlungsquelle.

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