KONSUMENT.AT - Infrarotkabinen - Infrarot ist keine Sauna

Infrarotkabinen

Schwitzen in der Zelle

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Konsument 11/2009 veröffentlicht: 18.10.2009

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Temperaturcheck empfehlenswert

Nur in einem wichtigen Punkt irrte der Baumarktverkäufer – als er angab, dass bezüglich des Aufstellungsraumes keine Einschränkungen vorliegen. Es kann jedoch bei Umgebungstemperaturen von 18 Grad oder weniger in einer Infrarotkabine ungemütlich werden. Einige Modelle (beispielsweise jene mit größeren Glasfronten) erweisen sich dann schnell als ungeeignet. Wer seine Kabine in kühleren Räumen aufstellen möchte, sollte deshalb vorher einen Temperaturcheck vornehmen und sich beim Kauf entsprechend informieren.

Infrarot ist keine Sauna

Der Keller mag für die Sauna geeignet sein, doch eine Infrarotkabine ist eben keine Sauna – auch was den Entspannungseffekt anbelangt. So kann man in der IR-Kabine üblicherweise nur sitzen; ein Aufguss ist ebenfalls nicht möglich bzw. nur mit einem teuren Zusatzgerät. Dafür sind IR-Kabinen weniger belastend für den Kreislauf. Der Schweiß fließt allerdings auch hier. Und so sollte man darauf achten, dass die Kabine über eine Belüftung verfügt und – vor ­allem, falls sie aus grobporigem Holz (Fichte oder Kiefer) besteht – überall dort lackiert ist, wo das Holz vom Schweiß benetzt wird. Der Boden vor der Kabine sollte idealerweise feuchtigkeitsunempfindlich sein. Und es wäre ratsam, das Gerät an einen eigenen, möglichst mit 16 Ampere abgesicherten Stromkreis anzuschließen. So kann vermieden werden, dass sich das Gerät bei einem Spannungsabfall von selbst einschaltet. Geschmacksache ist dagegen das teilweise ­etwas vollmundig beworbene Farblicht, das in einigen Kabinen recht spärlich daherkommt. Wer diesbezüglich Vorlieben hat, kann sich mittels geeigneter Plastikfolie selbst einen Farbfilter basteln.

Unbedingt ausprobieren

In einem weiteren entscheidenden Punkt hat der Fachhandel die Nase vorn: Im Fachgeschäft besteht die Möglichkeit, die Kabinen im laufenden Betrieb in einem extra dafür ausgelegten Schauraum auszuprobieren. Im Baumarkt wurde uns dieses Angebot mangels geeigneter Räumlichkeiten erst gar nicht unterbreitet, auf unsere Nachfrage hatte der Verkäufer nur ein Schmunzeln parat. Ein Praxistest ist allerdings höchst empfehlenswert. Zum einen sind derart beengte Verhältnisse, wie man sie in einer Infrarotkabine vorfindet, keineswegs nach jedermanns Geschmack. 20 bis 30 Minuten in einem bis zu 40 Grad warmen, nur telefonzellengroßen Raum können schnell klaustrophobische Gefühle aufkommen lassen.

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Kommentare

  • Infrarotkabinen liegen im Trend
    von Sigi am 16.11.2009 um 18:06
    Anfrage: Sg. Redaktion, Der Absatz(S.34) über die IR-A, IR-B und IR-C - Strahlung ist für mich unverständlich. Bitte um Aufklärung was strahlt nun tiefer ? Mfg. Sigi Pacher