KONSUMENT.AT - Kinder und Medikamente - Behandlung zu Hause

Kinder und Medikamente

Riskante Gratwanderung

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Konsument 3/2010 veröffentlicht: 23.02.2010

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Akzeptanz

 

Medikamente sind oft bitter oder schmecken Kindern nicht. Bestimmte Mittel können deshalb gemischt mit Brei verabreicht werden. Die Einnahme von Tropfen oder andere Lösungen lässt sich häufig mit einem Stück Würfelzucker versüßen. Um Wirkungsverluste oder Wechselwirkungen auszuschließen, sollten Sie zuvor jedoch beim Arzt oder Apotheker rückfragen, ob diese Art der Verabreichung möglich ist. Bei starker Ablehnung kann der Arzt unter Umständen ein ebenfalls wirksames, aber besser schmeckendes Mittel verschreiben. Bei flüssigen Medikamenten den Löffel nicht zu voll machen, sondern die Menge auf zwei Portionen aufteilen.

 

Anwendung

 

Medikamente einem Säugling oder Kleinkind nie ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt verabreichen. Kinder ein Arzneimittel nie alleine einnehmen lassen. Altersbegrenzungen und verordnete Dosierungen einhalten, keine eigenmächtige Veränderung der Dosis vornehmen. Genau darauf achten, ob das Arzneimittel vor, mit oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden soll.

 

Darreichungsform

 

Lösungen (Tropfen, Sirupe, Säfte, Suspensionen): Bei Säuglingen und Kleinkindern am besten mittels Pipette oder Spritze (ohne Nadel!) verabreichen. Das Kind so halten, als ob man es füttern wollte, und die Lösung in den Mund fließen lassen. Ältere Kinder können die Arzneimittel bereits mit einem Löffel einnehmen. Das Medikament nie direkt aus der Flasche geben.

 

Tabletten: Kinder unter fünf Jahren können meist keine Tabletten einnehmen. Es gibt allerdings lösliche Tabletten, diese (und nur diese) können in Wasser aufgelöst werden. Nur wenig Wasser verwenden, da sich der Wirkstoff ablagern kann und unter Umständen nicht vollständig eingenommen wird. Tabletten nicht in Softdrinks, Tee, Saft oder Milch lösen, da durch Inhaltstoffe des Lebensmittels die Wirksamkeit des Arzneimittels beeinträchtigt oder ungünstig verändert werden kann.

 

Aufbewahrung

 

Medikamente, egal ob für Kinder oder Erwachsene, müssen sicher aufbewahrt werden. Kindersichere Verschlüsse genügen dabei nicht. Vor allem ältere Kinder sind häufig in der Lage, auch diese Verschlüsse zu öffnen.

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